Anglo Gold Ashanti – Wette auf Rebound

Umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen als Folge des dauerhaft schwachen Goldpreises haben das jüngste Ergebnis des größten afrikanischen Goldproduzenten weiter belastet. Doch entsteht daraus nun eine neue – positive – Perspektive?

 

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Im 4. Quartal des vergangenen Jahres geriet Anglo Gold Ashanti in die roten Zahlen. Der ausgewiesene bereinigte Verlust von 117 Mio. Dollar wurde dabei vom Management mit drei Punkten begründet: Zusätzliche Kosten durch Entlassungen, Bilanzierungsanpassungen und Restrukturierungskosten für eine Mine in Ghana.

Man kann es schon als eine Art Vollbremsung bezeichnen, was Anglo Gold Ashanti im Abschlussquartal hinlegte. So wurden die Investitionsaufwendungen um 39% auf 1,2 Mrd. Dollar gesenkt. Gleichzeitig sanken die Kosten für Bewertung und Exploration sogar um 44% auf nunmehr 144 Mio. Dollar. Und der Sparkurs soll in diesem Jahr weitergehen. So sind für Investitionen nur noch 1 bis 1,1 Mrd. Dollar eingeplant.

 

Anglo Gold Ashanti kann Kosten senken

Immerhin: Auf Jahresbasis sahen die Zahlen besser aus. Dies vor allem wegen weiteren Steigerungen in der Goldproduktion und Senkungen bei den All-in-sustaining Cost (AISC) pro Unze. In die AISC fließen neben operativen und Fix-Kosten der Mine und weiteren Kosten (wie Exploration, Refining, Transport, Verwaltung) auch Kosten für die Erhaltung und Entwicklung der Mine mit ein.

Bei Anglo Gold Ashanti zeigte sich diesbezüglich selbst im 4. Quartal und dann auch auf Jahressicht ein positiver Trend, der den anhaltenden Druck auf die Gold-Notierungen kompensieren konnte. So lagen im Gesamtjahr die AISC bei 1.026 Dollar je Unze, ein Rückgang um 13% je Unze, während der von Anglo Gold Ashanti durchschnittlich erzielte Goldpreis im gleichen Zeitraum um 10% auf 1.264 Dollar je Unze sank.

Am Ende wurde ein unverändertes EBITDA über 1,665 Mrd. US-Dollar verdient. Gleichzeitig konnte der negative Trend beim Free Cash Flow deutlich verringert werden. Dieser betrug nur noch minus 112 Mio. Dollar nach mehr als 1 Mrd. Dollar im Vorjahreszeitraum.

 

Innerhalb der Goldminen-Branche noch Aufhol-Potenzial

Im direkten Branchenvergleich stellt sich Anglo Gold Ashanti hinsichtlich der Kosten im aussichtreichen Mittelfeld auf.

Goldminenaktien

Wobei hier sicher mit Blick auf die direkten Konkurrenten in der Oberklasse nach geförderten Unzen noch etwas Luft ist. Was inzwischen auch dazu geführt hat, dass die Aktie von Anglo Gold Ashanti seit Jahresbeginn wieder stärker angezogen ist.

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Da sie aber mit Blick auf die letzten 12 Monaten zu den Top-Verlierern gehörte, eröffnet sich daraus eine besondere Chance für spekulativ aufgestellte Investoren, die auf eine Fortsetzung der Erholung setzen.

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