Anheuser-Busch InBev Aktie: Dividende steigt kräftig

AB InBev übertrifft im dritten Quartal die Analystenschätzungen und beschließt eine höhere Zwischendividende; China bleibt schwach.

Die Kernpunkte:
  • Bereinigter Gewinn je ADR steigt um 22 Prozent
  • Verwaltungsrat beschließt 0,40 Euro Zwischendividende
  • China-Volumen sinkt um 16,8 Prozent
  • EBITDA-Ausblick für 2026 bleibt unverändert

Die Brauerei überrascht mit Zahlen über den Erwartungen und einer mehr als verdoppelten Zwischendividende. Der bereinigte Gewinn je Aktie legte im dritten Quartal um 22 Prozent zu. Nur China trübt das Bild deutlich.

Gewinn und Umsatz über den Erwartungen

Der Konzern erzielte einen bereinigten Gewinn von 1,21 Dollar je ADR-Anteil. Analysten hatten mit 1,14 Dollar gerechnet. Der Umsatz erreichte 16,51 Milliarden Dollar, ebenfalls mehr als erwartet. Organisch wuchs er um 4,9 Prozent.

Getragen wurde das Plus vor allem vom Preis-Mix. Der Umsatz je Hektoliter stieg um 4,2 Prozent, das Volumen nur um 0,4 Prozent. Das operative Ergebnis EBITDA verbesserte sich um 3,9 Prozent, weil höhere Marketingausgaben und teurere Rohstoffe auf der Marge lasteten.

Premiummarken liefen besonders gut. Michelob Ultra wuchs außerhalb der USA um 50 Prozent, Corona und Stella Artois um 20 und 19 Prozent. Alkoholfreies Bier legte um 35 Prozent zu.

Dividende und Rückkauf

Der Verwaltungsrat hat eine Zwischendividende von 0,40 Euro je Aktie beschlossen. Im Geschäftsjahr 2025 lag sie bei 0,15 Euro. Das Management verweist auf die gestärkte Bilanz und den stabilen Cashflow.

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Von den geplanten sechs Milliarden Dollar sind bislang 2,6 Milliarden Dollar umgesetzt.

China bremst, Südamerika glänzt

Schwach bleibt China. Das Volumen brach um 16,8 Prozent ein, das EBITDA sank um 30,5 Prozent. Der Konzern nennt ungewöhnliches Wetter, ein schwaches Gastronomiegeschäft und den Abbau von Lagerbeständen als Gründe.

In den USA ging der Umsatz um 1,2 Prozent zurück, der Absatz an den Handel sank um 3,1 Prozent. Das Unternehmen sieht sich dennoch im Vorteil gegenüber einer schwachen Branche und meldet weitere Marktanteilsgewinne.

Ausgleich kommt aus Lateinamerika. In Kolumbien wuchs der Umsatz im mittleren zweistelligen Prozentbereich, in Peru und Ecuador gab es Rekordvolumen für ein drittes Quartal. Mexiko steigerte das EBITDA im niedrigen zweistelligen Bereich.

Ausblick bestätigt

Für 2026 erwartet der Vorstand weiterhin ein EBITDA-Wachstum innerhalb der mittelfristigen Spanne von 4 bis 8 Prozent. Die normalisierte Steuerquote soll bei 26 bis 28 Prozent liegen, die Nettoinvestitionen bei 3,5 bis 4,0 Milliarden Dollar. Die ADR schlossen gestern bei 80,98 Dollar. Heute um 14 Uhr stellt sich das Management in einer Telefonkonferenz den Fragen der Analysten.

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