Antimony Resources: 21 Millionen Aktien frei Ende Juni

Ende Juni endet die Haltefrist für 21 Millionen Anteile aus einer Privatplatzierung. Analysten beobachten, ob Altaktionäre verkaufen oder halten.

Die Kernpunkte:
  • Sperrfrist für 21 Mio. Aktien endet
  • Kurs trotz Bohrerfolgen unter Druck
  • Antimonpreis fiel um 36 Prozent
  • Ressourcenschätzung von SRK erwartet

Antimony Resources steuert auf einen kritischen Stichtag zu. Ende Juni endet die Haltefrist für ein massives Aktienpaket aus einer Privatplatzierung. Das passiert genau in einer Phase, in der das Papier nach einer harten Korrektur nach Halt sucht. Das dürfte spannend werden.

Millionenschweres Aktienpaket wird frei

Ende Juni fällt eine wichtige Sperrfrist. Dann werden gut 21 Millionen Anteile aus einer Finanzierungsrunde vom Dezember frei handelbar. Die Investoren zahlten damals 0,45 Kanadische Dollar pro Einheit. Jedes Paket enthält einen Optionsschein mit einem Ausübungspreis von 0,75 Dollar.

Zuletzt schloss die Aktie bei 0,76 Dollar. Das entspricht einem Tagesplus von fast neun Prozent. Die Differenz zum Einstiegspreis der Altaktionäre bleibt beträchtlich. Die Folge: Der Markt wird genau beobachten, ob diese Investoren Kasse machen oder investiert bleiben.

Bohrerfolge treffen auf Preisdruck

Vom Rekordhoch bei 1,65 Dollar im März ist das Papier weit entfernt. Allein im vergangenen Monat verlor der Titel rund 30 Prozent an Wert. Auf Jahressicht steht dennoch ein massives Plus von über 600 Prozent.

Operativ liefert das Unternehmen durchaus Argumente. Ein Grabenbauprogramm in der sogenannten Südzone brachte starke Resultate. Die Proben zeigten einen durchschnittlichen Antimongehalt von 19,5 Prozent. In der Spitze erreichten die Werte sogar über 44 Prozent. Das Management sieht darin großes Potenzial für eine Erweiterung des Projektgebiets.

Der Aktienkurs leidet jedoch unter dem schwächeren Marktumfeld. Die Antimonpreise sind seit ihrem Hoch im Sommer 2025 um 36 Prozent gefallen. Aktuell pendelt der Preis um 35 US-Dollar pro Kilogramm. Neue Angebote und Ersatzstoffe drücken auf die Notierungen.

Struktureller Mangel bleibt bestehen

Langfristig stützt ein strukturelles Defizit den Markt. Chinas Exportverbot aus dem Jahr 2024 verknappt das globale Angebot weiterhin spürbar. Obendrein treibt die Rüstungsindustrie die Nachfrage an. Laut CEO Jim Atkinson gibt es in Nordamerika derzeit keinen primären Antimonproduzenten.

Doppelte Entscheidung Ende Juni

Neben dem Ablauf der Sperrfrist steht ein weiterer Auslöser an. Das Beratungsunternehmen SRK soll bis Ende Juni eine offizielle Ressourcenschätzung vorlegen. Parallel dazu treibt das Management die Genehmigungsverfahren voran. Ein formaler Bauantrag ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant.

Die kommenden zwei Wochen bündeln damit erhebliche Ereignisse. Ende Juni treffen die neue Ressourcenschätzung und das freiwerdende Aktienpaket aufeinander. Fällt das SRK-Gutachten stark aus, könnte das den potenziellen Verkaufsdruck der Altaktionäre direkt abfedern.

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