Antimony Resources: 21 Millionen Aktien treffen SRK-Bericht

Am Montag treffen Ressourcenschätzung für Bald Hill und freigegebene Aktien aufeinander. Der Kursverlauf der Antimony Resources Aktie steht auf dem Prüfstand.

Die Kernpunkte:
  • Ressourcenschätzung von SRK Consultants
  • Freigabe von 21 Millionen Aktien
  • Hohe Antimon-Gehalte in Bohrungen
  • Geopolitischer Rückenwind durch China

Am kommenden Montag treffen zwei Kräfte aufeinander, die selten gleichzeitig wirken. Rund 21 Millionen Aktien und Warrants aus einer früheren Privatplatzierung werden handelbar — und zeitgleich veröffentlicht SRK Consultants die erste offizielle NI-43-101-Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt. Für eine Aktie, die bereits 29% in 30 Tagen verloren hat, könnte das der entscheidende Moment sein.

Zwei Kräfte, ein Tag

Die freigegebenen Aktien stammen aus einer Platzierung zu CAD 0,45 je Einheit. Jede Einheit enthielt eine Aktie und eine Warrant, ausübbar zu CAD 0,75. Das Unternehmen nahm damals rund C$9,5 Millionen ein. Mit dem aktuellen Kurs von 0,35 Euro liegen die Altaktionäre unter ihrem Einstandspreis. Der Anreiz zu verkaufen ist real.

Ob sie es tun, hängt maßgeblich vom Inhalt der Ressourcenschätzung ab. Ein starkes Ergebnis könnte den Verkaufsdruck absorbieren. Ein schwaches Ergebnis trifft auf einen Markt, der bereits nervös ist.

Was die Schätzung leisten muss

Das konzeptionelle Explorationsziel liegt bei rund 2,7 Millionen Tonnen mit einem Antimongehalt zwischen 3% und 4%. Die laufende Bohrkampagne über 19.000 Meter soll dieses Ziel in eine gemessene Ressource überführen.

Die bisherigen Bohrergebnisse sind bemerkenswert. Bohrloch BHW-26-04 lieferte 36% Antimon, BH-26-15 traf auf 27% — beide aus rund 240 Metern Tiefe. Die South Zone, etwa 900 Meter südlich des Hauptvorkommens, erzielte im Schnitt 19,5% über 200 Meter Streichlänge. Der höchste Einzelwert lag bei 44,2%.

SRK Consultants muss nun validieren, ob diese Intercepts eine solide Grundlage für eine Vormachbarkeitsstudie bilden. Gelingt das, wäre Bald Hill ein ernsthafter Kandidat als nordamerikanischer Antimonlieferant — ein Metall, das die USA seit der Schließung der Sunshine Mine in Idaho im Jahr 2001 nicht mehr selbst produzieren.

Geopolitik als Rückenwind

Der strukturelle Rahmen bleibt günstig. China verhängte 2024 Exportkontrollen auf Antimon. Der Preis sprang daraufhin von rund 1.400 US-Dollar je Tonne auf 38.000 US-Dollar. US-Importe aus China brachen um 97% ein.

Peking hat ein vollständiges Exportverbot für zivile Zwecke bis zum 27. November 2026 ausgesetzt. Militärische Anwendungen bleiben jedoch eingeschränkt, und jede Lieferung braucht eine Lizenz. Bisher haben nur elf chinesische Unternehmen eine Exportgenehmigung erhalten.

Die strategische Dringlichkeit zeigt sich auch an anderer Stelle: Im Mai sicherte sich Perpetua Resources einen staatlichen Kredit über 2,9 Milliarden US-Dollar für ein eigenes Antimonprojekt in den USA.

Regulatorische Vorarbeit läuft

Parallel zur Ressourcenschätzung treibt das Unternehmen die Genehmigungsverfahren voran. Erste Gespräche mit Provinz- und Bundesbehörden sowie dem Ministerium für indigene Angelegenheiten haben stattgefunden. Ein formeller Genehmigungsantrag ist für das vierte Quartal 2026 oder das erste Quartal 2027 geplant. Die Provinzregierung von New Brunswick hat Bald Hill als strategisch wichtiges Projekt eingestuft.

Das Gelände liegt 45 Kilometer von einem Tiefwasserhafen entfernt. Gespräche mit Metallhändlern über Abnahmeverträge laufen bereits.

Technisch überkauft, fundamental offen

Der RSI liegt bei 34,9 — technisch überverkauft. Die Aktie notiert 67% unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro aus dem März. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von rund 470%.

Montag wird zeigen, welche Kraft stärker ist: die Ressourcenschätzung von SRK oder der Verkaufsdruck aus 21 Millionen freigegebenen Papieren. Wer die Bald-Hill-Story kennt, wird den Tag im Kalender markiert haben.

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