Antimony Resources Aktie: 19,5% Durchschnitt aus 38 Proben

Hohe Antimon-Gehalte in neuen Bohrproben, doch der Aktienkurs fällt weiter. Der schwache Rohstoffmarkt belastet die Aktie trotz vielversprechender Explorationsergebnisse.

Die Kernpunkte:
  • Bohrwerte bis 44,2 Prozent Antimon
  • South Zone erweitert Mineralisierungsgebiet
  • Aktie verliert trotz positiver Daten
  • Antimonpreise setzen Unternehmen unter Druck

Antimony-Werte bis 44,2 Prozent aus dem Boden — und trotzdem notiert die Aktie fast 60 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Bei Antimony Resources Corp. klaffen Explorationsergebnisse und Kursentwicklung derzeit weit auseinander.

Bald Hill liefert bemerkenswerte Assay-Werte

Am 8. Juni veröffentlichte das Unternehmen neue Analyseergebnisse aus der South Zone seines Bald Hill Antimony Project in New Brunswick. Aus 38 Gesteinsproben über mehr als 200 Meter Länge ergab sich ein Durchschnittswert von 19,5 Prozent Antimon. Die South Zone liegt rund 900 Meter südlich der Hauptzone — und erweitert damit das bekannte Mineralisierungsgebiet erheblich.

Wenige Tage zuvor, am 4. Juni, besuchte der zuständige Minister für natürliche Ressourcen in New Brunswick, John Herron, das Projektgelände. CEO Jim Atkinson nutzte den Besuch, um die laufenden Explorationsarbeiten und die nächste Projektphase vorzustellen. Am 11. Juni folgte eine Investorensitzung, in der Atkinson die jüngsten Entwicklungen zusammenfasste.

Das technische Potenzial des Projekts ist laut einem 43-101-Bericht erheblich. Die Ressourcenschätzung reicht von rund 70.000 bis knapp 93.000 Tonnen bei einem Gehalt von 3,0 Prozent Antimon — beziehungsweise bis zu 124.000 Tonnen bei 4,0 Prozent.

Antimonpreise unter Druck

Kein Wunder, dass Anleger trotz guter Bohrdaten zögern. Der globale Antimonmarkt schwächelt. Laut Shanghai Metals Market hielt der Preisverfall in der ersten Junihälfte an. Endabnehmer zeigten sich zurückhaltend, Lieferanten boten deutliche Preisnachlässe, um Lagerbestände abzubauen.

Das trifft Antimony Resources direkt. Die Aktie verlor in den vergangenen 30 Tagen rund 27 Prozent und notiert aktuell bei 0,42 Euro — deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 1,05 Euro aus dem März. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von knapp 490 Prozent zu Buche, gemessen am Tief von 0,06 Euro im vergangenen Sommer.

Antimon gilt als strategisch bedeutsam: Das Halbmetall steckt in Flammschutzmitteln, Batterielegierungen und militärischen Anwendungen. Die globale Produktion ist stark konzentriert — was Projekte außerhalb Chinas grundsätzlich interessant macht. Ob die Explorationserfolge am Bald Hill ausreichen, um den Kursrückgang aufzufangen, hängt maßgeblich davon ab, wann sich der Antimonmarkt stabilisiert.

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