Antimony Resources Aktie: 33,40 Prozent Antimon in BH-26-25
Antimony Resources verzeichnet hochgradige Bohrfunde in Kanada, während der Aktienkurs fällt. Die anstehende Ressourcenschätzung am 23. Juli 2026 gilt als entscheidender Katalysator.

- Aktie verliert trotz starker Bohrergebnisse
- Hochgradige Antimonfunde in der Main Zone
- KI-Analyse entdeckt zusätzliche Goldgehalte
- Ressourcenschätzung am 23. Juli erwartet
Die Aktie von Antimony Resources fällt und fällt — dabei liefert das Kanada-Projekt der Firma gerade Bohrergebnisse, von denen Explorationsfirmen normalerweise träumen. Am Montag schloss der Titel bei 0,34 Euro, nach einem Rückgang von 11,99 Prozent innerhalb von sieben Tagen. Diese Diskrepanz zwischen Kursverlauf und operativen Fortschritten wirft eine Frage auf: Wer hat hier recht, der Chart oder die Bohrergebnisse?
Chart zeigt Schwäche, Bohrkerne zeigen Substanz
Die technische Lage ist eindeutig angespannt. Der Relative-Stärke-Index steht bei 37,9 und nähert sich damit überverkauftem Terrain. Über 30 Tage verlor die Aktie 27,82 Prozent, sie notiert nun 24,19 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,46 Euro.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro, erreicht am 17. März 2026, trennen den Titel inzwischen 67,26 Prozent. Wer allerdings vor einem Jahr eingestiegen ist, sieht ein anderes Bild: Gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 0,07 Euro im Juli 2025 steht ein Plus von 368,11 Prozent. Die Volatilität von gut 100 Prozent auf Jahresbasis zeigt, wie nervös der Markt mit dieser Aktie umgeht.
Anleger fragen sich nun, ob das aktuelle Niveau von 0,34 Euro als technischer Boden hält. Der Test kommt schnell: Am 23. Juli 2026 veröffentlicht das Unternehmen die erste unabhängige Ressourcenschätzung für das Flaggschiffprojekt Bald Hill in New Brunswick.
Hochgradige Funde befeuern die Erwartungen
Am 6. Juli meldete Antimony Resources Ergebnisse aus vier Bohrlöchern in der Main Zone von Bald Hill. Die Zahlen können sich sehen lassen:
- BH-26-25: 16,65 Prozent Antimon über 5,05 Meter, darin ein Spitzenabschnitt von 33,40 Prozent Antimon über 1,10 Meter
- BH-26-20: 13,14 Prozent Antimon über 2,45 Meter
- BH-26-27: eine breitere Zone von 15,95 Metern mit 0,36 Prozent Antimon
Diese Funde stammen aus einem laufenden Bohrprogramm über 18.000 Meter, das die bekannte Mineralisierung erweitern und neue Zonen testen soll. Drei Tage vor den Assay-Ergebnissen, am 3. Juli, kam eine weitere Überraschung: Eine KI-gestützte Neuauswertung alter Bohrkerne förderte Goldgehalte von bis zu 1,88 Gramm pro Tonne über 4,85 Meter zutage — versteckt in den antimonhaltigen Zonen.
Ein Zeitfenster, das sich schließt
Der eigentliche Treiber hinter dem Interesse an Antimon liegt nicht im Labor, sondern in der Geopolitik. China, mit weitem Abstand größter Produzent des Metalls, hatte seine verschärften Exportbeschränkungen am 9. November 2025 ausgesetzt. Diese Aussetzung läuft am 27. November 2026 aus.
Das schafft ein enges Zeitfenster für westliche Rüstungskonzerne wie Saab und Rheinmetall, die auf stabile Antimon-Lieferungen außerhalb Chinas angewiesen sind. Das Metall steckt in Munition, Infrarotsensoren und Flammschutzmitteln — militärisch unverzichtbar. Bald Hill positioniert sich als reines Antimon-Projekt in einer bergbaufreundlichen kanadischen Provinz, geführt von CEO Jim Atkinson.
Der Spotpreis für Antimon liegt derzeit bei rund 51.800 US-Dollar pro Tonne. Auf diesem Niveau prüfen sowohl Industriekäufer als auch institutionelle Investoren genau, ob sich heimische Projekte wie Bald Hill wirtschaftlich rechnen.
Abwarten vor dem Katalysator
Der Markt verhält sich derzeit abwartend. Die hohe Volatilität spiegelt die spekulative Natur eines Explorationsunternehmens ohne Produktion wider. Gleichzeitig liefert die nahende Ressourcenschätzung einen konkreten Termin, an dem sich die Bewertung neu justieren könnte.
Einige Marktteilnehmer dürften den aktuellen Kursdruck als Einstiegschance werten — angesichts der hochgradigen Bohrergebnisse und der strategischen Bedeutung des Metalls. Das größte Risiko bleibt die Ressourcenschätzung selbst: Fällt sie schwächer aus als erhofft, könnte der Kurs vor dem Ablauf der chinesischen Exportpause im November weiter unter Druck geraten.
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