Antimony Resources Aktie: 36 Prozent Antimongehalt
Trotz positiver Bohrergebnisse und Kaufempfehlung fällt die Aktie von Antimony Resources. Die anstehende Ressourcenschätzung gilt als nächster Kurstreiber.

- Aktie verliert trotz positiver Analystenstimmen
- GBC bestätigt Kursziel von 3 CAD
- Hohe Antimon-Gehalte in Bohrkernen entdeckt
- Ressourcenschätzung als wichtiger Meilenstein
Bohrergebnisse mit bis zu 36 Prozent Antimongehalt, ein unverändertes Kursziel von 3,00 kanadischen Dollar – und trotzdem verliert die Aktie an einem einzigen Tag über vier Prozent. Bei Antimony Resources klaffen fundamentale Nachrichtenlage und Kursverlauf gerade deutlich auseinander.
Am Freitag fiel die Aktie des auf New Brunswick fokussierten Explorers auf 0,36 Euro, ein Minus von 4,26 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Verlust von 16,28 Prozent zu Buche. Das deutsche Analysehaus GBC AG hält trotzdem an seiner „Buy“-Einstufung fest.
GBC AG bleibt bei Kursziel von 3 kanadischen Dollar
In einer am 8. Juli veröffentlichten Studie bestätigte GBC AG sowohl das Kursziel als auch die Kaufempfehlung. Die Analysten verweisen auf neue Ergebnisse vom Bald-Hill-Projekt im Süden New Brunswicks. Seit der letzten Einschätzung im Mai habe sich die geologische Datenlage weiter verbessert.
Besonders die hochgradigen Stibnit-Abschnitte mit Antimongehalten von bis zu 36,0 Prozent Sb stechen laut GBC AG hervor. Die Analysten ordnen diese Werte vor allem im Hinblick auf die geplante erste NI-43-101-konforme Ressourcenschätzung ein. Jeder neue Datenpunkt reduziert demnach das geologische Risiko und verbessert die Modellierungsgrundlage für die Lagerstätte.
Bohrprogramm erweitert die Main Zone
Am 6. Juli hatte das Unternehmen bereits Ergebnisse aus vier weiteren Bohrlöchern in der Main Zone vorgelegt. Bohrloch BH-26-20 lieferte 13,14 Prozent Antimon, BH-26-25 kam auf 16,65 und 33,40 Prozent Sb. Die mineralisierten Abschnitte waren im Schnitt rund 4,5 Meter mächtig, in Bohrloch BH-26-27 erstreckte sich die Zone über 15,9 Meter.
CEO James Atkinson bezeichnete die Ergebnisse als durchgehend hochgradig. Die Bohrungen sollten testen, wie weit sich die Mineralisierung nach Süden fortsetzt, und Bereiche mit dünner Datenlage schließen. Sie sind Teil eines rund 18.000 Meter umfassenden Bohrprogramms, das sowohl die Main Zone erweitern als auch neue Zonen auf dem Grundstück erschließen soll.
Ressourcenschätzung als nächster Katalysator
GBC AG sieht die anstehende zertifizierte Ressourcenschätzung als entscheidenden nächsten Schritt. Der aktuelle technische Bericht nach NI-43-101-Standard definiert bereits ein sogenanntes Explorationsziel – noch keine formale Ressource, aber eine erste Größenordnung.
Diese liegt zwischen 69.994 und 92.782 Tonnen Antimon bei einem Gehalt von 3,0 Prozent Sb. Bei 4,0 Prozent Sb ergäbe sich eine Spanne von 93.325 bis 123.711 Tonnen. Grundlage ist ein 3D-Blockmodell auf Basis der bisherigen Bohrergebnisse.
Zwischen April und Juli 2025 hatte das Unternehmen 16 Diamantbohrungen über insgesamt rund 3.160 Meter abgeschlossen. In etwa 75 Prozent aller Bohrlöcher fand sich hochgradige Antimon-Mineralisierung. Die Analysten sehen darin die Bestätigung einer durchgehenden antimonhaltigen Zone mit einer Streichlänge von etwa 700 Metern und einer Tiefe von mindestens 400 Metern. Wichtig für das weitere Potenzial: Die Struktur bleibt sowohl in der Tiefe als auch entlang des Streichens offen.
Kursdruck trotz positiver Coverage
Die Kaufempfehlung ändert nichts an der schwachen Kursentwicklung. Aktuell notiert die Aktie 21,79 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 0,46 Euro und 23,15 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,47 Euro. Vom Jahreshoch bei 1,05 Euro, erreicht am 17. März, trennen die Aktie mittlerweile 65,84 Prozent.
Ein Teil des Drucks kommt aus dem Markt selbst. Eine Sperrfrist für Aktien aus einer Privatplatzierung lief Ende Juni aus und setzte Millionen zusätzlicher Aktien für den Handel frei. Diese zusätzliche Angebotsmenge trifft nun auf Anleger, die auf die zertifizierte Ressourcenzahl warten.
Der RSI von 39,8 signalisiert eine Annäherung an überverkauftes Terrain, die annualisierte Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei 100,42 Prozent. Auf Zwölfmonatssicht steht die Aktie trotz der jüngsten Schwäche noch immer 368,75 Prozent im Plus. GBC AG benennt als nächste Meilensteine weitere systematische Probennahmen in neuen Zielzonen, zusätzliche Bohrungen zur Verifizierung oberflächennaher Funde sowie die Fertigstellung der ersten Ressourcenschätzung.
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