Antimony Resources Aktie: Gold-Fund in Bald Hill bestätigt
Neue Bohrergebnisse bei Bald Hill bestätigen Goldvorkommen neben Antimon. CEO betont Fokus auf Antimon, sieht aber neue Dimension für das Projekt.

- Goldgehalt von 1,14 g/t bestätigt
- Machine-Learning deckt Gold auf
- Lock-up-Freigabe belastet Kurs
- Ressourcenschätzung im Q3 erwartet
Antimony Resources schließt den Freitagshandel bei 0,43 Euro. Das ist ein Plus von 4,88 Prozent an einem einzigen Tag. Der Auslöser: neue Analyseergebnisse, die im Bald-Hill-Projekt in New Brunswick nicht nur Antimon, sondern auch nennenswerte Goldgehalte bestätigen.
Gold taucht neben Antimon auf
Die Kanadier haben Bohrergebnisse aus der Hauptzone von Bald Hill ausgewertet. Mehr als 45 Bohrlöcher liefern einen durchschnittlichen Goldgehalt von 1,14 Gramm pro Tonne über 2,56 Meter. Ein Abschnitt erreicht sogar 1,88 Gramm pro Tonne über 4,95 Meter.
Den Fund brachte eine Machine-Learning-Auswertung der historischen Bohrdatenbank ans Licht. Rund 190 Bohrintervalle zeigten dabei einen klaren Zusammenhang zwischen Gold und Antimon. Das mineralisierte Gebiet wächst weiter: Antimon lässt sich mittlerweile über 1.000 Meter an der Oberfläche nachweisen, Gold über 600 Meter in der Hauptzone.
CEO James Atkinson ordnet den Fund als Ergänzung ein, nicht als Strategiewechsel. Der Fokus bei Bald Hill liege weiterhin auf dem Ausbau der Antimon-Mineralisierung. Die Gold-Werte fügten dem Projekt aber „eine neue Dimension“ hinzu.
Freie Aktien belasten den Kurs
Die Rally läuft nicht ungebremst. Ende Juni sind rund 21 Millionen Aktien aus einer Privatplatzierung frei handelbar geworden. Diese Lock-up-Freigabe schafft potenziellen Verkaufsdruck, der gegen die positive Explorationsstory steht.
Das erklärt auch die wilde Kursbewegung der vergangenen Wochen. Binnen sieben Handelstagen ist die Aktie um 21,47 Prozent gestiegen, auf 30-Tage-Sicht steht dennoch ein Minus von 8,90 Prozent. Zum bisherigen Jahreshoch von 1,05 Euro vom 17. März fehlen weiterhin 59,20 Prozent. Auf Jahressicht bleibt trotzdem ein Plus von 416,83 Prozent stehen — ein Wert, der die extreme Schwankungsbreite dieses Titels verdeutlicht. Die annualisierte Volatilität der letzten 30 Tage liegt bei 102,04 Prozent.
Zweite Zone mit Potenzial
Neben der Hauptzone liefert auch die Central Zone auffällige Werte. Handproben erreichten dort über 4 Gramm Gold pro Tonne. Erste Kernanalysen zeigen antimonhaltiges Stibnit in Brekzien, ähnlich der Hauptzone, mit Mächtigkeiten bis 37 Meter.
Die ersten Laborergebnisse aus dieser Zone werden derzeit bei Actlabs fertiggestellt. Das Management rechnet in drei bis vier Wochen mit Resultaten. Parallel dazu will das Unternehmen die Fläche außerhalb der Hauptzone im restlichen Jahr 2026 weiter erkunden — das Gesamtareal von Bald Hill umfasst über 3.700 Hektar. Bodenproben südlich der Hauptzone haben bereits drei auffällige Antimon-Zonen identifiziert.
Die nächste Hürde: die erste Ressourcenschätzung
Der nächste große Test für die Aktie ist die erste formale Ressourcenschätzung nach dem Standard NI 43-101. Sie wird für das dritte Quartal 2026 erwartet. Am Markt kursieren Gerüchte über eine vorläufige Aktualisierung schon am 23. Juli 2026 — offiziell bestätigt ist das bislang nicht.
Als Referenzwert dient ein historisches Explorationsziel aus dem technischen Bericht von 2025: rund 2,7 Millionen Tonnen mit einem Gehalt zwischen 3 und 4 Prozent Antimon. Das Unternehmen betont jedoch, dass diese Schätzung noch nicht ausreichend abgesichert ist. Sie bleibt bis zur Bestätigung durch weitere Bohrungen konzeptionell.
Der Rohstoff selbst bleibt vorerst gut unterstützt. China dominiert die globale Antimon-Versorgung und hat die Exportlizenzen für militärische und Solar-Anwendungen verschärft. Diese Beschränkungen sollen mindestens bis November 2026 bestehen bleiben und halten den Preis stabil bei rund 51,80 US-Dollar pro Kilogramm.
Charttechnisch zeigt sich die Aktie unentschlossen. Der RSI steht bei neutralen 50,1 Punkten, der Kurs liegt rund 12 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 0,49 Euro und etwa 7 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 0,46 Euro. Ob die Gold-Story die Verkaufswelle aus der Lock-up-Freigabe ausgleichen kann, entscheidet sich spätestens mit der Ressourcenschätzung im dritten Quartal — sie muss sich am Zielwert von 2,7 Millionen Tonnen messen lassen.
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