Antimony Resources Aktie: Pentagon-Kontakte im Fokus
Antimony Resources holt einen ehemaligen West-Point-Dozenten ins Board, um Zugang zu US-Verteidigungsbehörden zu erhalten und Antimon-Lieferungen für das Militär zu ermöglichen.

- John M. Melkon als Berater berufen
- Zugang zu Pentagon und Exportbank
- Bald-Hill-Projekt in Kanada im Fokus
- Aktie trotz Talfahrt mit Jahresplus
Antimony Resources sucht den Draht zum Pentagon. Der kanadische Antimon-Explorer beruft John M. Melkon als Berater in sein Board. Der ehemalige Dozent an der US-Militärakademie West Point soll dem Unternehmen Türen zu US-Verteidigungsbehörden öffnen.
Melkon bringt Erfahrung aus erster Hand mit. Er hat das Critical Minerals Consortium der US-Streitkräfte aufgebaut und geleitet. Zusätzlich diente er als Senior Operations Advisor für die US Army Africa und als Strategic Operations Officer im Verteidigungsministerium.
Zugang zu Militär und Exportbank als Ziel
CEO Jim Atkinson macht keinen Hehl aus der Strategie hinter der Personalie. Melkons Kontakte ins US-Kriegsministerium und Militär sollen Antimony Resources als Antimon-Lieferant für den US-Militärbedarf ins Gespräch bringen. Das Unternehmen hofft zudem auf Kredite und Fördermittel vom US-Kriegsministerium sowie von der Export-Import Bank der USA.
Im Zentrum der Pläne steht das Bald-Hill-Projekt im Süden von New Brunswick, Kanada. Antimony Resources beschreibt die Lagerstätte als eine der hochgradigsten Antimon-Vorkommen Nordamerikas.
Der Zeitpunkt der Personalie ist kein Zufall. China hat 2024 Exportkontrollen für Antimon verhängt — ein Metall, das für Verteidigungstechnik, Halbleiter und Flammschutzmittel unverzichtbar ist. Westliche Regierungen suchen seither händeringend nach Alternativen außerhalb chinesischer Lieferketten.
Kurs zeigt heftige Ausschläge
An der Börse hat die Nachricht kurzfristig Wirkung gezeigt. Die Aktie legt am Mittwoch um 2,57 Prozent zu und steht bei 0,32 Euro. Der Blick auf die vergangenen Wochen relativiert die Freude allerdings.
Binnen sieben Tagen hat das Papier 13,55 Prozent verloren, auf Monatssicht sogar 33,26 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1,05 Euro, erreicht am 17. März 2026, trennen die Aktie inzwischen fast 70 Prozent. Der Kurs notiert damit auch rund 28 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 0,44 Euro.
Auf Jahressicht bleibt trotz der jüngsten Talfahrt ein Plus von 270,50 Prozent stehen — verglichen mit dem Kursniveau vor zwölf Monaten. Diese Diskrepanz zeigt: Wer im Sommer 2025 eingestiegen ist, sitzt trotz allem auf satten Gewinnen. Wer erst im Frühjahr 2026 zugriff, blickt auf herbe Verluste.
Ob die Personalie um Melkon reicht, um neues Vertrauen an der Börse aufzubauen, bleibt offen. Fest steht: Antimony Resources setzt auf politische Rückenwind, während der Aktienkurs seit Wochen unter Druck steht.
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