Antimony Resources Aktie: SRK-Schätzung bis Ende Juni
Kanadischer Explorateur erwartet erste NI-43-101-Schätzung für Antimonprojekt. Politische Unterstützung und starke Bohrergebnisse untermauern die Entwicklung.

- Ressourcenschätzung bis Ende Juni erwartet
- Politischer Besuch signalisiert Unterstützung
- Hohe Antimongehalte in Bohrkernen
- Aktie technisch überverkauft
Kanadas Antimony Resources nähert sich einem entscheidenden Moment. Bis Ende Juni soll SRK Consultants aus Toronto die erste offizielle NI-43-101-Ressourcenschätzung für das Bald-Hill-Projekt in New Brunswick vorlegen. Bis dahin handelt die Aktie auf Basis von Versprechen — nicht von messbaren Reserven.
Politischer Rückenwind aus Fredericton
Vergangene Woche besuchte New Brunswicks Minister für natürliche Ressourcen, John Herron, gemeinsam mit hochrangigen Beamten das Bald-Hill-Gelände. Die Gruppe verbrachte mehrere Stunden vor Ort und besichtigte die Bohrzonen Marcus und Main sowie die Kernverarbeitungsanlage in Penobsquis.
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Der Besuch ist kein Zufall. Die Provinzregierung signalisiert damit Interesse an einem Projekt, das strategisch bedeutsam werden könnte. Antimony Resources hat im April 2026 das Ingenieurbüro GEMTEC damit beauftragt, einen formalen Genehmigungsplan zu entwickeln. Erste Gespräche laufen bereits mit Provinzbehörden, dem Gemeinderat und dem Ministerium für indigene Angelegenheiten. Ein formeller Genehmigungsantrag ist für Ende 2026 oder Anfang 2027 geplant.
Bohrergebnisse setzen die Messlatte hoch
Das Definitionsbohprogramm, das die Ressourcenschätzung untermauert, endete am 28. April. Insgesamt bohrte das Unternehmen seit April 2025 rund 25.000 Meter in 77 Löchern. Allein die Hauptzone umfasst 13.000 Meter in 43 Bohrlöchern.
Die Ergebnisse sind beeindruckend. Stibnit-Kernproben zeigen Antimongehalte von bis zu 26,9 Prozent, weitere Intervalle liegen bei 6,9 Prozent innerhalb mineralisierter Breiten von bis zu 15 Metern. Das konzeptionelle Explorationsziel liegt bei rund 2,7 Millionen Tonnen mit Gehalten von 3 bis 4 Prozent Antimon. Die Mineralisierung erstreckt sich über 700 Meter Streichlänge und 350 Meter Tiefe.
Parallel startete das Unternehmen Mitte Mai ein vollständig finanziertes 11.000-Meter-Programm für Satellitenzonen. Priorität haben die Marcus-West-Zone mit Stibnit-Aufschlüssen von bis zu 11 Metern Mächtigkeit sowie die Zonen BH Central und BH South mit Gehalten zwischen 2,8 und 12,32 Prozent Antimon.
Sektorimpuls aus Idaho
Rückenwind kommt auch aus den USA. Perpetua Resources erhielt Ende Mai grünes Licht für den Bau des Stibnite-Gold-Projekts in Idaho, nachdem ein Bundesgericht eine Klage auf einstweilige Verfügung abwies. Das US-Verteidigungsministerium hat das Projekt als einzige US-Mine identifiziert, die bis 2029 ausreichende Antimonmengen für den Verteidigungsbedarf liefern könnte.
CEO Jim Atkinson bringt es auf den Punkt: „Es gibt keine primären Antimonproduzenten in Nordamerika.“ Atkinson war früher Chefgeologe der Lake-George-Antimonmine in New Brunswick — einst die einzige produzierende Antimonmine auf dem Kontinent. Seit China die Exporte gestoppt hat, gelangt praktisch kein Antimon mehr nach Nordamerika. Für Projekte wie Bald Hill schafft das eine seltene strategische Ausgangslage.
Kurs unter Druck, langfristige Gewinne noch intakt
Die Aktie schloss den Freitag bei 0,43 Euro — ein Minus von 7,84 Prozent auf Tagesbasis und 21,20 Prozent im Monatsvergleich. Das Märzhoch von 1,05 Euro liegt fast 59 Prozent entfernt. Der RSI von 36,1 zeigt eine überverkaufte Lage an. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 135,93 Prozent macht deutlich, wie stark die Aktie auf Nachrichten reagiert.
Trotz der scharfen Korrektur bleibt der 12-Monats-Gewinn von rund 561 Prozent vom Jahrestief außergewöhnlich für einen Junior-Explorer. Das Papier notiert knapp unter seinem 200-Tage-Durchschnitt — technisch ein kritisches Niveau.
Die Ressourcenschätzung von SRK wird zeigen, ob Bald Hill das hält, was die Bohrergebnisse andeuten. Fällt die Schätzung bis Ende Juni positiv aus, könnte das die Grundlage für eine Neubewertung liefern. Bleibt sie aus oder enttäuscht, dürfte der Druck auf den Kurs weiter zunehmen.
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