Apex Critical Metals Aktie: 25.000-Meter-Bohrprogramm bis September

Apex sichert sich 15 Mio. CAD für erweitertes Bohrprogramm, doch der Aktienkurs notiert deutlich unter dem Jahreshoch.

Die Kernpunkte:
  • Privatplatzierung erbringt 15 Mio. CAD
  • Bohrprogramm auf 25.000 Meter ausgeweitet
  • Erste Ressourcenschätzung für 2027 geplant
  • Aktie notiert 68% unter Jahreshoch

Frisches Kapital, ein massiv ausgeweitetes Bohrprogramm — und trotzdem ein Aktienkurs, der weit unter seinem Herbsthoch dümpelt. Bei Apex Critical Metals klaffen operative Fortschritte und Marktbewertung derzeit weit auseinander.

Finanzierungsrunde schließt Kapitallücke

Anfang Juni schloss Apex eine Privatplatzierung mit einem Bruttoerlös von 15 Millionen kanadischen Dollar ab. Canaccord Genuity und Red Cloud Securities begleiteten die Transaktion. Das Unternehmen gab 7,895 Millionen Einheiten zu je C$1,90 aus.

Jede Einheit enthält eine Aktie und einen Kaufwarrant. Der Warrant berechtigt zum Kauf weiterer Aktien zu C$2,60 — gültig für 24 Monate. Die Emissionsbanken erhielten eine Gebühr von sechs Prozent sowie über 394.000 nicht übertragbare Warrants.

Die Mittel fließen in die drei Explorationsprojekte Rift, CAP und Lac Le Moyne sowie in allgemeines Betriebskapital.

Bohrprogramm wächst auf bis zu 25.000 Meter

Das frische Kapital ermöglicht eine deutliche Ausweitung des laufenden Bohrprogramms. Ursprünglich waren 8.000 Bohrmeter geplant. Bislang hat Apex bereits rund 12.000 Meter in 18 Bohrlöchern abgeteuft — 50 Prozent mehr als ursprünglich vorgesehen. Bis September 2026 sollen insgesamt 22.000 bis 25.000 Meter erreicht werden.

Von den 18 abgeschlossenen Bohrlöchern liegen Analyseergebnisse für sechs vor. Für zwölf Löcher stehen die Assays noch aus. Weitere 16 bis 18 Bohrlöcher sind geplant. Das Programm zielt auf Streichlängen- und Tiefenbohrungen ab, da die Mineralisierung in alle Richtungen offen bleibt.

Das erklärte Ziel: eine erste Mineralressourcenschätzung für das Rift-Projekt, die das Unternehmen für das erste Quartal 2027 anpeilt.

Kurs erholt sich — bleibt aber weit vom Hoch entfernt

Am Freitag schloss die Aktie bei 0,97 Euro, ein Tagesplus von 8,17 Prozent. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Minus von 27 Prozent zu Buche. Das 52-Wochen-Hoch von 3,00 Euro aus dem Oktober 2025 liegt knapp 68 Prozent über dem aktuellen Niveau.

Der 50-Tage-Durchschnitt bei 1,22 Euro markiert den nächsten nennenswerten Widerstand. Mit einem 14-Tage-RSI von 40,5 bewegt sich die Aktie im neutralen bis leicht überverkauften Bereich.

Seltene Erden im geopolitischen Rampenlicht

Strukturell spielt Apex in einem Markt mit wachsendem Rückenwind. China dominiert nicht nur den Abbau seltener Erden, sondern kontrolliert zunehmend auch die Verarbeitungs- und Vertriebsketten. Westliche Explorationsprojekte gewinnen dadurch strategisch an Bedeutung.

Hinzu kommt ein akutes Versorgungsproblem: Militärische Operationen in Myanmar belasten die Produktion schwerer seltener Erden erheblich. Myanmar liefert schätzungsweise die Hälfte des weltweiten Angebots an Dysprosium und Terbium. Branchenbeobachter sehen den physischen Zugang zu diesen Materialien inzwischen als größere Herausforderung als den Preis.

Der unmittelbare Kurstreiber für die kommenden Wochen sind die ausstehenden Assay-Ergebnisse aus zwölf Bohrlöchern. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von über 76 Prozent können starke oder schwache Resultate den Kurs rasch in beide Richtungen bewegen.

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