Apple: $1,6-Millionen-Klage gegen Apple Pay

Trotz positiver Analystenprognosen und starker iPhone-Verkäufe überschattet eine neue Bundesklage zu Apple Pay die Vorfreude auf die Quartalszahlen.

Die Kernpunkte:
  • Analysten sehen Aufwärtspotenzial für Apple
  • Starke iPhone-Verkäufe im ersten Quartal
  • Bundesklage wegen Apple Pay eingereicht
  • Führungswechsel und regulatorische Fragen im Fokus

Sechs Tage vor den Quartalszahlen häufen sich bei Apple die Schlagzeilen — und nicht alle sind positiv. Während Wall Street geschlossen bullish auf die Ergebnisse vom 30. April blickt, sorgt eine neue Bundesklage rund um Apple Pay für unerwünschte Aufmerksamkeit.

Analysten sehen Aufwärtspotenzial

Das Bild unter den Analysten ist ungewöhnlich einheitlich. Morgan Stanley hält an einem Kursziel von 315 Dollar fest und bezeichnet Apple als „taktisches Long vor den Earnings“ — Margendruck durch steigende Speicherpreise sei am Markt längst eingepreist. Wedbush geht mit 350 Dollar noch weiter und begründet das mit der jüngsten Führungsneuaufstellung rund um den bevorstehenden CEO-Wechsel von Tim Cook zu John Ternus. Der Konsens aus 30 Analysten liegt bei 300 Dollar.

Bank of America hob ihr Kursziel auf 325 Dollar an und erwartet, dass der Markt die iPhone-Nachfrage und das Wachstum im Servicegeschäft unterschätzt. Konkret prognostiziert die Bank für Q2 einen Umsatz von 113 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 2,00 Dollar — deutlich über dem Konsens von 110,8 Milliarden Dollar.

iPhone und Services im Mittelpunkt

Das Fundament für diesen Optimismus lieferte das erste Quartal: Apple erzielte damals einen iPhone-Umsatz von über 85 Milliarden Dollar, ein Plus von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr — das stärkste iPhone-Quartal aller Zeiten. Für Q2 erwartet der Konsens nun rund 56,5 Milliarden Dollar im iPhone-Segment.

Apple selbst hatte für das laufende Quartal ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent sowie eine Bruttomarge zwischen 48 und 49 Prozent in Aussicht gestellt. Neben den Zahlen dürften Investoren vor allem auf Aussagen zu Apple Intelligence, neuen Produkten und der Verwendung der über 100 Milliarden Dollar schweren Cashposition achten.

Die Aktie notiert aktuell rund fünf Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch und liegt seit Jahresbeginn knapp im Plus — der Markt wartet ab.

Klage um Apple Pay als Störfaktor

Ausgerechnet jetzt landet eine Bundesklage auf dem Tisch. Apple wird darin beschuldigt, als Zahlungsdienstleister über Apple Pay illegale Glücksspieltransaktionen abgewickelt zu haben, ohne einzugreifen. Ferner wirft die Klage dem Konzern Verstöße gegen den Americans with Disabilities Act vor — ein Verbraucher mit dokumentierten Behinderungen sei nicht ausreichend geschützt worden. Mitbeklagte sind unter anderem Goldman Sachs und Amazon. Die geforderten Schadensersatzzahlungen belaufen sich auf über 1,6 Millionen Dollar, hinzu kommen mögliche Strafschadensersatzansprüche.

Für sich genommen ist die Klage finanziell überschaubar. Politisch ist das Timing heikel: Mit dem anstehenden Führungswechsel an der Konzernspitze stehen Governance und Risikokontrolle bei Apple ohnehin unter Beobachtung. Hinzu kommen der laufende DOJ-Kartellfall rund um Googles Standardsuchmaschine sowie Unsicherheiten im China-Geschäft als weitere Belastungsfaktoren.

Am 30. April wird sich zeigen, ob Apples KI-Strategie und der iPhone-Upgradezyklus erneut die Erwartungen übertreffen — und wie das Management die wachsenden regulatorischen Fragen rund um Apple Pay einordnet.

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