Apple Aktie: China-Hoffnung gegen Kostendruck
Vor den Quartalszahlen sorgen steigende Speicherpreise für Verunsicherung, während starke iPhone-Verkäufe in China Optimismus nähren. Die Aktie notiert unter ihrem Jahreshoch.

- Citi senkt Kursziel wegen steigender Chipkosten
- Evercore widerspricht und sieht Margenrisiko als minimal
- iPhone-Auslieferungen in China steigen um 28 Prozent
- Quartalszahlen am 29. Januar bringen Klarheit
Apple-Aktionäre erleben einen holprigen Start ins Jahr 2026. Kurz vor den Quartalszahlen herrscht an der Wall Street Uneinigkeit über die weitere Richtung des Tech-Giganten. Während überraschend starke Verkaufszahlen aus China für Optimismus sorgen, warnen Analysten vor steigenden Kosten für Speicherchips, die auf die Gewinne drücken könnten.
Streitpunkt Speicherchips
Verantwortlich für die jüngste Verunsicherung ist vor allem eine skeptische Einschätzung der Citi. Die Bank senkte ihr Kursziel am 20. Januar von 330 auf 315 US-Dollar, auch wenn die Kaufempfehlung grundsätzlich bestehen bleibt. Der Grund für die Vorsicht liegt in den Komponentenpreisen: Die Experten rechnen für 2026 mit deutlich steigenden Kosten für DRAM- und NAND-Speicherchips. Sollte Apple diese Preiserhöhungen nicht weitergeben können, droht laut Citi eine Belastung der Bruttomarge um etwa 100 Basispunkte.
Dieser These widersprechen die Analysten von Evercore ISI entschieden. Sie haben Apple kurz vor dem Berichtstermin auf ihre „Tactical Outperform“-Liste gesetzt. Ihre Argumentation: Apple dürfte sich durch langfristige Lieferverträge gegen kurzfristige Preissprünge am Chipmarkt abgesichert haben, weshalb das Risiko für die Margen als „minimal“ eingestuft wird. Auch Goldman Sachs sieht den aktuellen Kursrücksetzer als Kaufchance und verweist auf das robuste Service-Geschäft.
Überraschendes Comeback in China
Während die Kostenseite für Diskussionen sorgt, liefert der wichtigste Wachstumsmarkt positive Impulse. Entgegen der weitverbreiteten Sorge, Apple würde Marktanteile an lokale Konkurrenten wie Huawei verlieren, zeigen aktuelle Daten ein anderes Bild. Im abgelaufenen Weihnachtsquartal stiegen die iPhone-Auslieferungen in China um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit sicherte sich der Konzern einen Marktanteil von rund 22 Prozent.
Goldman Sachs wertet dies als starkes Signal und prognostiziert für den kommenden Quartalsbericht ein Umsatzwachstum beim iPhone von 13 Prozent. Die Kombination aus dem anstehenden iPhone-17-Zyklus und neuen KI-Integrationen soll den Absatz auch im weiteren Verlauf des Jahres stützen.
Zahlenwerk entscheidet am 29. Januar
Der Fokus der Anleger richtet sich nun auf den 29. Januar 2026. An diesem Tag wird Apple seine Bücher öffnen und Klarheit in den Analystenstreit bringen. Der Markt erwartet einen Quartalsumsatz von rund 138,5 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von etwa 11,5 Prozent entspräche.
Mit einem Schlusskurs von 256,29 US-Dollar am Dienstag notiert die Aktie aktuell rund 6,4 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird sein, ob das Management die Sorgen bezüglich der Speicherpreise entkräften und die Erholung in China bestätigen kann. Bis dahin bleibt das Papier im Spannungsfeld zwischen Margen-Skeptikern und China-Optimisten.
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