Apple Aktie: Dividierte Analysten

Apple-Aktie unter Druck durch geteilte Analystenmeinungen, gedrosselte Vision-Pro-Produktion und den bevorstehenden Wechsel des Apple-Card-Partners von Goldman Sachs zu JPMorgan.

Die Kernpunkte:
  • Raymond James stuft auf Market Perform herab
  • Vision-Pro-Verkäufe deutlich unter Erwartungen
  • Apple Card Partnerwechsel von Goldman zu JPMorgan
  • Quartalszahlen am 29. Januar erwartet

Apple navigiert durch widersprüchliche Signale: Während die einen das hohe Bewertungsniveau kritisieren, sehen andere die Stärke des Service-Geschäfts. Gleichzeitig häufen sich Berichte über Probleme beim Vision Pro Headset. Die Aktie gab zuletzt nach und notiert bei 267,30 Dollar – rund 2,4 Prozent unter dem im Dezember erreichten Jahreshoch.

Analysten uneins über Bewertung

Raymond James stufte Apple auf “Market Perform” herab und begründet den Schritt mit begrenztem Aufwärtspotenzial. Bei einem aktuellen KGV von 36,3 und prognostiziertem Umsatzwachstum im niedrigen zweistelligen Bereich sehen die Analysten die Aktie als vollständig bewertet an.

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Evercore ISI bleibt dagegen bei “Outperform” mit einem Kursziel von 325 Dollar. Analyst Amit Daryanani verweist auf die Widerstandsfähigkeit des Service-Segments: Die App-Store-Erlöse wuchsen im Dezember den zweiten Monat in Folge, obwohl der wichtige Gaming-Bereich um 4 Prozent zurückging. Die Spanne der Einschätzungen – von Stagnationssorgen bis zu knapp 20 Prozent Kurspotenzial – prägt derzeit die Volatilität.

Vision Pro enttäuscht

Das Marketing-Budget für das Vision Pro Headset wurde Berichten zufolge um bis zu 95 Prozent gekürzt. Marktforscher IDC schätzen, dass im vierten Quartal 2025 lediglich 45.000 Einheiten verkauft wurden. Die Produktion wurde gedrosselt.

Zwar bleibt das Gerät umsatzseitig ein Nischenprodukt, doch die Maßnahmen zeigen: Die Vision einer “räumlichen Computing-Revolution” materialisiert sich langsamer als erhofft. Apple konzentriert Ressourcen nun auf volumenstarke Produkte für Anfang 2026:

Geplante Launches:
– MacBook Pro mit M5 Pro und M5 Max Chips (Q1)
– Budget-MacBook im 599-699 Dollar-Segment
– iPhone 17e als Einsteigermodell mit A19-Chip
– Überarbeitetes Siri mit LLM-Technologie (März, iOS 26.4)

Wechsel beim Apple Card Partner

Im Service-Geschäft, das zuletzt 28,75 Milliarden Dollar erlöste, steht ein Partnerwechsel bevor. Goldman Sachs zieht sich aus der Apple Card zurück, JPMorgan Chase befindet sich in fortgeschrittenen Verhandlungen zur Übernahme des Kreditkartenprogramms. Parallel plant Apple die Expansion nach Kanada. Für Investoren ist die Stabilität der Service-Marge entscheidend, da sie zyklische Schwankungen im Hardware-Geschäft ausgleicht.

Quartalszahlen am 29. Januar

Die fundamentalen Daten bleiben solide: 416,16 Milliarden Dollar Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten (+6,43 Prozent), Nettogewinn von 112,01 Milliarden Dollar (+19,50 Prozent). Am 29. Januar folgen die Zahlen für das erste Fiskalquartal. Der Konsens von 30 Analysten liegt bei “Buy” mit durchschnittlichem Kursziel von 290,49 Dollar. CEO Tim Cook hatte zuvor ein Rekordquartal durch den iPhone-17-Zyklus in Aussicht gestellt. Das Unterschreiten der 270-Dollar-Marke deutet darauf hin, dass der Markt die Risiken aus hoher Bewertung und stockendem Vision-Pro-Momentum einpreist.

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