Apple Aktie: Duo startet mit Engpass
Begrenzte Ladenbestände und lange Lieferzeiten begleiten Apples erstes faltbares iPhone; in Australien muss der Konzern iOS stärker öffnen.

- Online-Vorräte binnen Minuten ausverkauft
- Liefertermine reichen teils bis Januar
- Ladenkauf hängt vom Markt ab
- Australisches Gericht verlangt offeneres iOS
Der Verkaufsstart des ersten faltbaren iPhones verläuft holprig. Apple räumt ein, dass im Handel nur begrenzte Stückzahlen des iPhone Duo bereitstehen, wenn das Gerät am Freitag in die Läden kommt. Die Online-Vorbestellungen waren binnen Minuten vergriffen.
Wer vor Ort kaufen kann
Für manche Kunden reichen die Lieferzeiten inzwischen bis in den Januar. Apple will das Gerät nach eigener Aussage „so schnell wie möglich“ in die Hände der Kunden bringen. Ob Laufkundschaft im Laden eines bekommt, hängt vom Land ab.
Spontankäufe sind in den USA, Australien, Kanada und Mexiko vorgesehen, ebenso in großen Teilen Großbritanniens und Europas. In anderen Märkten gibt es Geräte nur für Kunden, die bereits online bestellt haben. Dazu zählen das chinesische Festland, Frankreich, Hongkong, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan, Thailand, Malaysia und die Vereinigten Arabischen Emirate. In Macau sind Spontankäufe möglich, allerdings nur mit knappem Bestand.
Der Grund für die Knappheit dürfte in der Technik liegen. Das faltbare Modell ist deutlich komplexer gebaut als ein klassisches iPhone, vor allem wegen des eng gefügten Scharniers. Analysten vermuten, dass Apple Zeit braucht, um dieses Bauteil in großen Stückzahlen zu fertigen. Rivalen wie Samsung und Huawei bedienen das Nischensegment faltbarer Premiumgeräte schon seit Jahren.
Rechtlicher Gegenwind in Australien
Parallel dazu drückt ein Gerichtsurteil auf das Services-Geschäft. Ein australisches Bundesgericht hat Apple verpflichtet, sein Betriebssystem iOS stärker zu öffnen, und einen Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht festgestellt. Epic Games bringt deshalb seinen Shooter „Fortnite“ am Donnerstag zurück in den australischen App Store.
Apple widerspricht vielen Feststellungen des Gerichts. Der Konzern will einen Aufschub beantragen und das Urteil anfechten. Ziel sei eine Lösung, die geistiges Eigentum respektiere und das sichere Nutzungserlebnis im App Store schütze.
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 343,99 Dollar, ein Plus von 1,32 Prozent. Nachbörslich gab sie leicht nach. Am Freitag zeigt sich, wie groß der Andrang an den Ladentüren tatsächlich ist.
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