Apple Aktie: Falt-iPhone mit Macken

Apple bestätigt vereinzelte Displaydefekte beim iPhone Duo; Ersatz ist über AppleCare möglich, während die Ursache ungeklärt bleibt.

Die Kernpunkte:
  • Käufer melden Schäden am Innendisplay
  • Apple bestätigt wenige betroffene Geräte
  • iFixit vermutet den Faltmechanismus
  • Apple-Aktie zeitweise 1,19 Prozent schwächer

Das teuerste iPhone aller Zeiten startet mit einem Makel. Kurz nach dem Verkaufsstart des iPhone Duo berichten erste Käufer von gebrochenen Innendisplays. Apple räumt das Problem ein, spricht aber von einer kleinen Zahl betroffener Geräte.

Was bei den Geräten schiefläuft

Nutzer melden in sozialen Medien einen gebrochenen Innenbildschirm nach dem Auffalten oder helle Streifen durch Pixelfehler. Die Schäden treten laut Apple meist sehr schnell auf. Das Unternehmen verspricht Ersatz über AppleCare. Außerhalb der Garantie kostet die Reparatur des Innendisplays 999 Dollar.

Die Reparaturexperten von iFixit haben das Gerät zerlegt und sehen die Ursache eher im Faltmechanismus als im Display. Das Scharnier besteht aus rund 100 Einzelteilen aus Titan. Weil die Schäden meist an derselben Stelle auftreten, könnte ein bestimmtes Element die Ursache sein. Ein Fertigungsfehler oder ein Sandkorn genügten womöglich, um das empfindliche Panel zu beschädigen, so die Einschätzung von iFixit-Chef Kyle Wiens.

Neu ist das Grundproblem nicht. Gebrochene Displays begleiten Falt-Smartphones seit 2019 und gelten als eine der größten Hürden für den Massenmarkt. Apple betont dennoch, die Resonanz früher Nutzer sei sehr positiv. Entwickler passten ihre Apps zügig an das größere Format an.

Börse reagiert verhalten

Die Aktie gab zeitweise 1,19 Prozent auf 343,57 Dollar nach. Ein Einbruch ist das nicht, eher ein Dämpfer. Die Nachfrage bleibt hoch: Das Gerät ab 2.299 Euro ist nach dem Ansturm auf die Vorbestellungen erst zum Januar lieferbar.

Bemerkenswert ist der Kontrast zum Gesamtmarkt. Im Oktober legt Apple um 4,4 Prozent zu, während der Nasdaq-100 fast fünf Prozent verliert. Händler von Goldman Sachs beobachten, dass die Korrelation zum Index erstmals negativ ist, über drei Monate bei rund minus 0,1. Hintergrund sind Sorgen, dass manche Konzerne ihren KI-Ausbau zu stark mit Schulden finanzieren. Apple gilt bei KI als zurückhaltend und wird dadurch für manche Investoren zum Rückzugsort.

Parallel dazu zeigt Apple Produktaktivität: Das neue iPad mini kam überraschend per Pressemeldung, wenige Tage vor dem für den 28. Oktober erwarteten Event.

Ob die Defekte auf Einzelfälle begrenzt bleiben, dürfte sich an den Januar-Lieferungen zeigen. Bis dahin entscheiden Ersatzquote und Kundenberichte darüber, ob das Scharnier zum dauerhaften Thema wird.

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