Apple Aktie: iPhone Ultra mit 2.500 Dollar
Apple steigert Produktionsziel für das faltbare iPhone Ultra auf 10 Millionen Einheiten und positioniert sich als Premium-Rivale von Samsung.

- Produktionsziel auf 10 Millionen erhöht
- iPhone Ultra ab 2.500 Dollar erwartet
- Verhandlungen über günstigere Speicherchips
- Preiserhöhungen bei MacBook und iPad
Apple plant offenbar einen Großangriff auf den Faltmarkt. Der Konzern hat seine Produktionsziele für das erste faltbare iPhone massiv nach oben geschraubt.
Statt 7 bis 8 Millionen Einheiten will Apple nun rund 10 Millionen faltbare Smartphones im Jahr 2026 bauen. Das berichten mehrere Branchendienste übereinstimmend. Das Gerät mit dem Arbeitstitel „iPhone Ultra“ soll oberhalb der Pro-Max-Reihe positioniert werden. Branchenkenner rechnen mit einem Einstiegspreis von rund 2.500 Dollar, High-End-Varianten könnten bis zu 3.000 Dollar kosten.
Die Hochskalierung der Produktion signalisiert enormes Vertrauen in das neue Segment. Schätzungen zufolge könnte Apple im kommenden Jahr bis zu 29 Prozent der weltweiten Bestellungen für Falt-Displays auf sich ziehen. Das würde den Konzern zum direkten Rivalen von Samsung im Premium-Faltmarkt machen. Der Plan ist Teil einer breiteren Strategie: Bis Anfang 2027 sollen mindestens fünf neue iPhone-Modelle erscheinen – zu unterschiedlichen Preispunkten. Ziel ist es, die durchschnittlichen Verkaufspreise weiter nach oben zu treiben.
Chinesische Speicherchips als Hebel
Parallel dazu sucht Apple nach Wegen, die Margen gegen steigende Komponentenkosten zu schützen. Konzernkreisen zufolge verhandelt das Unternehmen mit den chinesischen Herstellern ChangXin Memory Technologies (CXMT) und Yangtze Memory Technologies (YMTC) über die Lieferung von Speicherchips. Der Grund: Die Kosten für Speicher in den Premium-Modellen sind zuletzt deutlich gestiegen. Allein für die iPhone-18-Pro-Serie fallen laut Schätzungen deutlich höhere Speicherkosten an als in früheren Zyklen.
Apple reagiert bereits auf den Kostendruck. Ende Juni erhöhte der Konzern die Preise für ausgewählte MacBook- und iPad-Modelle um 17 bis 54 Prozent. UBS-Analysten erwarten nun auch für die kommende iPhone-Generation im Herbst einen Preisanstieg von 50 bis 100 Dollar.
Gemischtes Signal aus der Kundschaft
Die Apple-Aktie schloss am Freitag bei 268,00 Euro – ein Minus von 0,61 Prozent. Über die gesamte Woche summiert sich das Plus auf 7,41 Prozent. Seit Jahresbeginn notiert das Papier 15,97 Prozent im Plus.
Eine UBS-Umfrage unter mehr als 7.500 Nutzern trübt das Bild jedoch etwas. Nur 24 Prozent der Befragten planen einen vorgezogenen Upgrade speziell wegen neuer „Apple Intelligence“-Funktionen. Das ist ein Rückgang gegenüber der ersten Jahreshälfte. Die entscheidenden Quartalszahlen erwartet der Markt Ende Juli. Dann wird sich zeigen, ob Apples Strategie aus Premium-Preisen und größeren Stückzahlen aufgeht.
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