Apple Aktie: Neuigkeiten und Perspektiven

Apple präsentiert Quartalszahlen mit starkem China-Geschäft, aber Belastungen durch Komponentenmangel. Analysten uneins über Umsatzprognose.

Die Kernpunkte:
  • Weite Spanne bei Analystenschätzungen
  • iPhone-Absatz in China erholt sich
  • Lieferengpässe belasten die Margen
  • Ausblick für drittes Quartal entscheidend

Apple legt am heutigen Donnerstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Geschäftsquartal 2026 vor. Die Ausgangslage ist ungewöhnlich: Ein wiedererstarktes China-Geschäft trifft auf anhaltende Lieferengpässe bei wichtigen Bauteilen. Entsprechend weit gehen die Erwartungen der Wall Street im Vorfeld auseinander.

Weite Spanne bei den Schätzungen

Im Schnitt rechnen Marktbeobachter mit einem Umsatz von knapp 110 Milliarden US-Dollar. Die Spanne der Prognosen fällt mit Werten zwischen 107 und 115 Milliarden US-Dollar ungewöhnlich groß aus. Das signalisiert erhebliche Uneinigkeit über den Verlauf des Quartals.

Ein Blick auf die Analystenstimmen verdeutlicht die unterschiedlichen Erwartungen:
* JPMorgan: Prognostiziert 112,7 Milliarden US-Dollar Umsatz und 2,05 US-Dollar Gewinn je Aktie.
* Goldman Sachs: Erwartet ein Umsatzplus beim iPhone von 23 Prozent und ein Dienstleistungswachstum auf 30 Milliarden US-Dollar.
* UBS: Erhöhte das Kursziel auf 287 US-Dollar unter Verweis auf eine stabile Lieferkette.

In der Vergangenheit übertraf der Technologiekonzern die Erwartungen regelmäßig. In drei der letzten vier Quartale schlug Apple die Gewinnschätzungen.

Aktuell rückt die Kostenseite in den Mittelpunkt. Ein anhaltender Mangel an Komponenten dürfte die Ergebnisse belasten. Finanzchef Kevan Parekh hatte bereits vor Preisdruck durch knappe 3-Nanometer-Chips und höhere Speicherkosten gewarnt. Das Unternehmen fängt diese Mehrkosten ab, anstatt sie an die Kunden weiterzugeben.

Comeback in China

Auf der Umsatzseite ruhen die Hoffnungen auf dem asiatischen Markt. Unabhängige Daten aus dem ersten Kalenderquartal 2026 deuten auf einen Anstieg der iPhone-Auslieferungen in China um etwa 20 Prozent hin. Der gesamte Zyklus der aktuellen Smartphone-Generation läuft im frühen Jahresverlauf deutlich stärker als beim Vorgängermodell.

Parallel dazu liefert das Dienstleistungsgeschäft die nötige Profitabilität. Analysten kalkulieren hier mit Erlösen von rund 30 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge dieser Sparte liegt traditionell über der Marke von 70 Prozent. Ein schwächeres Wachstum in diesem Segment werten Experten als potenzielles Warnsignal für die langfristige Investmentstory, zumal der App Store regulatorischem Druck ausgesetzt ist.

Der Ausblick entscheidet

Der eigentliche Impuls für die Aktie dürfte indes nicht von den reinen Quartalszahlen ausgehen. Historisch betrachtet reagiert der Markt am stärksten auf den Ausblick für das kommende Jahresviertel.

Für das abgelaufene Quartal hatte das Management ein Umsatzwachstum von 13 bis 16 Prozent in Aussicht gestellt. Ob Apple diese Vorgabe erfüllt und wie Finanzchef Parekh das dritte Quartal einschätzt, zeigt sich heute Abend nach Handelsende.

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