Apple Aktie: Privatanleger fliehen

Kleinanleger schichten Milliarden aus Apple in KI-Konkurrenten um, während institutionelle Analysten vor den Quartalszahlen optimistisch bleiben und eine Erholung erwarten.

Die Kernpunkte:
  • Nettoabflüsse von vier Milliarden US-Dollar seit Juli
  • Kursverlust von acht Prozent seit Jahresbeginn
  • Analysten erwarten starke Quartalszahlen am 29. Januar
  • Partnerschaft mit Alphabet für KI-Funktionen angekündigt

Während der Technologiesektor weiterhin massiv Kapital anzieht, entwickelt sich bei Apple ein gegenteiliger Trend. Privatanleger kehren dem iPhone-Konzern zunehmend den Rücken und schichten Milliarden in direktere KI-Wettbewerber um. Doch kurz vor den Quartalszahlen stellen sich institutionelle Analysten gegen die Masse und sehen in der aktuellen Schwäche eine Chance.

Milliardenabflüsse belasten den Kurs

Die Stimmung unter den Kleinanlegern hat sich deutlich gedreht. Daten von J.P. Morgan Equity Strategy zeigen, dass Privatanleger seit Juli 2025 netto rund 4 Milliarden US-Dollar aus Apple abgezogen haben. Dies steht im scharfen Kontrast zu den Zuflüssen bei anderen Tech-Giganten.

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Marktbeobachter werten dies als klare Rotation: Das Kapital fließt aus der als träge wahrgenommenen Apple-Aktie hin zu Unternehmen, die beim Thema Künstliche Intelligenz als aggressiver gelten.

Die Kapitalströme der Privatanleger seit Juli 2025 im Vergleich:

  • Nvidia: +15 Milliarden USD Netto-Zuflüsse
  • Tesla: +6 Milliarden USD Netto-Zuflüsse
  • Meta & Amazon: Jeweils +3 Milliarden USD Netto-Zuflüsse
  • Apple: -4 Milliarden USD Netto-Abflüsse

Diese Zurückhaltung spiegelt sich im Kurs wider. Seit Jahresbeginn notiert das Papier mit einem Minus von knapp 8 Prozent, während der Schlusskurs am Freitag bei 249,36 USD lag.

Sorgen um Kosten und KI-Strategie

Verantwortlich für die Skepsis sind nicht nur die attraktiveren Alternativen, sondern auch fundamentale Bedenken. Citigroup warnte kürzlich vor steigenden Kosten für Speicherchips (DRAM). Die Analysten rechnen in diesem Jahr mit einem Preisanstieg von 50 Prozent bei diesen Komponenten, was die Bruttomargen von Apple unter Druck setzen könnte. Das Kursziel wurde daraufhin von 330 auf 315 USD gesenkt.

Zusätzlich lastete lange Zeit die unsichere KI-Strategie auf dem Sentiment. Viele Anleger vermissten klare Fortschritte im Vergleich zur Konkurrenz. Eine jüngst angekündigte Partnerschaft mit Alphabet zur Nutzung des Gemini-Modells für Siri und neue Cloud-Funktionen könnte hier jedoch der langersehnte Wendepunkt sein.

Profis bleiben optimistisch

Trotz der Verkäufe durch Privatanleger halten große Adressen an ihrer positiven Einschätzung fest. Goldman Sachs verweist auf eine Erholung im wichtigen chinesischen Markt, wo die iPhone-Auslieferungen zuletzt um 26 Prozent zulegten. Auch Dan Ives von Wedbush sieht das Jahr 2026 als potenziell “monumental” für den Konzern, getrieben durch die fortschreitende KI-Integration.

Am 29. Januar wird Apple seine Bücher öffnen. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,65 USD und einen Umsatz von rund 138 Milliarden USD. Diese Zahlen werden zeigen, ob die Skepsis der Privatanleger berechtigt ist oder ob das “Smart Money” mit seinem Optimismus richtig liegt.

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