Apple Aktie: Siri-KI als Margenbremse?
Zwei Analysehäuser kürzen ihre Apple-Kursziele; ein weiteres hebt seines an. Margenbedenken treffen auf einen starken Quartalsbericht.

- JPMorgan senkt Ziel auf 355 Dollar
- Morgan Stanley reduziert Ziel auf 350 Dollar
- Weiteres Analysehaus hebt Ziel auf 295 Dollar
- Südkorea verhängt Buße von 20,8 Milliarden Won
JPMorgan hat heute das Kursziel für Apple von 360 $ auf 355 $ gesenkt und die Einstufung „Overweight“ beibehalten. Das Analysehaus begründet den Schritt mit Sorgen um das Wachstum im Dienstleistungsgeschäft und die Bruttomargen. Nach dem laut Reuters enttäuschenden Margenausblick fällt die Aktie heute um 2,3%.
Analysten reduzieren ihre Erwartungen
Auch Morgan Stanley senkte heute das Kursziel, und zwar von 355 $ auf 350 $. Die Einstufung „Overweight“ blieb ebenfalls bestehen. Damit reduzierten beide Häuser ihre Zielmarken, ohne ihre positive Anlageempfehlung zurückzunehmen.
Nicht alle Kurszieländerungen gingen in dieselbe Richtung: Ein weiteres Analysehaus erhöhte heute seine Zielmarke von 270 $ auf 295 $, hielt aber an seiner neutralen Einstufung fest.
Den Hintergrund der Margensorgen bildet Apples gestern veröffentlichter Ausblick. Laut Reuters erwartet das Unternehmen für das Dezemberquartal eine Bruttomarge zwischen 45% und 46%. Als Belastungen nannte das Management steigende Speicherkosten sowie Ausgaben für die künstliche Intelligenz von Siri.
Die Speicherkosten dürften nach Einschätzung des Managements auch über Dezember hinaus weiter steigen. Beim Umsatz stellte Apple für das Dezemberquartal ein Wachstum zwischen 7% und 10% gegenüber dem Vorjahr in Aussicht. Die gestern vorgelegten Quartalszahlen hatten laut Reuters die Erwartungen an Umsatz und Gewinn übertroffen.
Neue Geräte und regulatorische Belastung
Am 28. Oktober stellte Apple laut Reuters erstmals MacBooks mit Touchscreen sowie neue M6-Modelle von MacBook Pro und iMac vor. Die Geräte sollen ab dem 6. November verfügbar sein.
Ebenfalls am 28. Oktober verhängte Südkoreas Medien- und Kommunikationskommission wegen Apples Praktiken bei App-Zahlungen eine Geldbuße von 20,8 Milliarden Won. Die Behörde ordnete zudem Korrekturmaßnahmen an.
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