Apple Aktie: Smart-Home-Offensive naht
Berichte nennen einen vernetzten Steuerbildschirm und Updates für HomePod mini sowie Apple TV; Apple hat den Vorstellungstermin nicht bestätigt.

- Sechs-Zoll-Steuergerät offenbar in Planung
- HomePod mini erhält technische Überarbeitung
- iPhone-18-Pro-Absatz in China zwölf Prozent höher
- KI-Server frühestens ab 2029 erwartet
Apple will am 13. Oktober offenbar eine ganze Gerätefamilie für das vernetzte Zuhause vorstellen. Bestätigt hat der Konzern den Termin bislang nicht. Für den neuen Vorstandschef John Ternus, seit dem 1. September im Amt, wäre es die erste große Bewährungsprobe.
Display-Hub im Zentrum
Im Mittelpunkt steht ein Steuergerät mit dem internen Codenamen J490. Berichten zufolge besitzt es ein rund sechs Zoll großes Display und eine FaceTime-Kamera. Eine Tischversion soll an den iMac G4 erinnern, eine zweite Variante (J491) ist für die Wandmontage vorgesehen. Beide Modelle haben demnach keinen Akku und hängen dauerhaft am Stromnetz.
Flankiert wird der Hub von Updates für bestehende Produkte. Der HomePod mini erhält seine erste technische Überarbeitung seit dem Marktstart 2020, Apple TV einen neuen Prozessor. Die stärkeren Chips sollen die überarbeitete Siri mit KI direkt auf den Geräten laufen lassen. Verzögerungen bei der KI-Entwicklung hatten den Zeitplan um etwa ein Jahr nach hinten verschoben.
Apple greift damit spät an. Amazon und Google haben sich mit günstigen Echo- und Nest-Geräten in Millionen Haushalten festgesetzt. Apples Chance liegt in der engen Verzahnung von Hardware und Software, im Datenschutz und in der Kundschaft, die bereits mehrere Apple-Geräte nutzt. Ein Hub könnte zudem die Bindung an das Ökosystem erhöhen und zusätzliche Dienste stützen.
Rückenwind im Geschäft
Operativ läuft es derzeit ordentlich. Der Absatz der iPhone-18-Pro-Serie in China lag in der ersten Verkaufswoche zwölf Prozent über dem Vorjahreswert, obwohl die Modelle nur drei Tage im Handel waren. Apple kam in dieser Woche auf einen Marktanteil von 33 Prozent und belegte Platz eins. Der Gesamtmarkt blieb schwach und lag 17 Prozent unter dem Vorjahr, auch weil höhere Speicherpreise auf den Geräten lasten.
Genau diese Speicherknappheit könnte Apple weiter beschäftigen. Der Chiphersteller Micron stellte für das laufende Quartal Rekordzahlen in Aussicht. Die Verknappung hat bereits Geräte wie iPads und MacBooks verteuert.
Langfristig prüft Apple offenbar zudem den Wiedereinstieg in den Servermarkt. Geplant ist demnach ein KI-Server mit zwei oder vier M8-Ultra-Chips, möglicherweise unter Einsatz von Nvidias NVLink-Technologie. Ein Marktstart wird nicht vor 2029 erwartet, das Projekt kann noch gestoppt werden.
Der nächste konkrete Termin ist der 13. Oktober: Sollte Apple dann tatsächlich den Smart-Home-Hub zeigen, dürften Preis und Siri-Funktionen die ersten Gradmesser für den Erfolg sein.
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