Apple: SB 1074 im Komitee gestoppt
Apple verhindert im kalifornischen Senat die Verabschiedung des BASED Act. Der Konzern schützt damit sein profitables Service-Geschäft kurz vor den Quartalszahlen.

- Gesetzesinitiative im Senat gescheitert
- Lobby-Offensive mit Rekordausgaben
- App-Store als Service-Rückgrat geschützt
- Quartalszahlen am Donnerstag erwartet
Ein massives Aufgebot an Interessenvertretern hat Apple einen wichtigen politischen Sieg in seinem Heimatstaat gesichert. Ein kalifornischer Gesetzentwurf, der die Marktmacht des App Stores beschneiden sollte, ist im Senatsausschuss gescheitert. Damit schützt der Technologiekonzern eine seiner lukrativsten Einnahmequellen unmittelbar vor der Veröffentlichung der neuen Quartalszahlen.
Der sogenannte BASED Act zielte darauf ab, große digitale Plattformen an der Bevorzugung eigener Produkte zu hindern. Ein Abstimmungspatt im zuständigen Ausschuss brachte das Vorhaben nun zu Fall. Senator Scott Wiener, der Initiator des Entwurfs, sprach von einer beispiellosen Welle der Einflussnahme durch Konzerne.
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Fünf verschiedene Branchenverbände bildeten eine ungewöhnlich geschlossene Front gegen die Regulierung. Apple schickte seinen Lobby-Direktor Tim Powderly ins Rennen und warnte vor enormen Befolgungskosten. Parallel dazu schaltete eine von Tech-Riesen finanzierte Koalition Anzeigen, die vor langsameren Lieferungen und unsichereren Smartphones warnten.
Der Aufwand spiegelt sich in den Budgets wider. Im vergangenen Jahr investierte Apple die Rekordsumme von zehn Millionen US-Dollar in amerikanische Lobbyarbeit. Das Vorgehen erinnert an das Jahr 2022, als ein Bündnis der großen Technologiekonzerne einen dreistelligen Millionenbetrag aufwendete, um ein ähnliches Gesetz auf Bundesebene zu stoppen.
Das lukrative Service-Geschäft
Für Apple stand viel auf dem Spiel. Der App Store bildet das Rückgrat der Dienstleistungssparte, die im ersten Quartal über 30 Milliarden US-Dollar umsetzte. Jede gesetzliche Einschränkung der Plattform-Kontrolle würde diese hochmargige Einnahmequelle direkt angreifen. In Europa haben vergleichbare Vorschriften die Branche bereits Milliarden an Strafen gekostet.
An der Börse reagieren Investoren bisher verhalten auf das politische Aufatmen. Die Apple-Aktie pendelt aktuell um 227,40 Euro und notiert damit leicht im Minus für das laufende Jahr. Der Kurs bewegt sich knapp über der 200-Tage-Linie, lässt aber kurzfristiges Momentum vermissen.
Fokus auf die Quartalszahlen
Der regulatorische Erfolg kommt exakt zwei Tage vor dem nächsten Finanzbericht. Analysten erwarten ein starkes Quartal. Die Investmentbank Goldman Sachs bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 330 US-Dollar.
Der Marktkonsens rechnet mit deutlichen Zuwächsen:
– Dienstleistungsumsätze: +14 Prozent auf 30 Milliarden US-Dollar
– iPhone-Erlöse: +23 Prozent auf 85,3 Milliarden US-Dollar
– Gesamtwachstum: 13 bis 16 Prozent im Jahresvergleich
Am Donnerstag rücken die politischen Scharmützel in den Hintergrund. Wenn Apple seine Bücher öffnet, verlagert sich der Fokus der Wall Street auf die konkrete iPhone-Nachfrage und die Fortschritte bei der hauseigenen Strategie für Künstliche Intelligenz.
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