Applied Digital Aktie: Amazon und Intel nähren die KI-Zweifel

Sektorweite KI-Ausgabensorgen belasteten die Aktie; B. Riley reduzierte das Kursziel, hielt aber an der Kaufempfehlung fest.

Die Kernpunkte:
  • Aktie schloss bei 16,00 Euro
  • B. Riley senkte Ziel auf 51 Dollar
  • Kaufempfehlung des Analysehauses blieb bestehen
  • Texas-Rechenzentrum mit 50 MW geplant

Applied Digital hat am Freitag im Sog eines breiteren Ausverkaufs bei KI- und Technologiewerten 5,6% verloren. Das Papier schloss bei 16,00 €. Das Marktumfeld prägten laut Reuters Zweifel der Anleger daran, welche Erträge die hohen Ausgaben für künstliche Intelligenz abwerfen werden.

Reuters berichtete über Amazons anhaltend hohe KI-Ausgaben sowie eine Warnung von Intel vor einem hohen Mittelabfluss. Beides verstärkte dem Bericht zufolge die Bedenken hinsichtlich der Infrastrukturkosten und der Zeit, die bis zu Erträgen aus den Investitionen vergehen könnte. Die Belastung für Applied Digital stand damit im Zusammenhang mit einer breiteren Neubewertung von KI-Investitionen am Aktienmarkt.

Niedrigeres Kursziel bei unveränderter Kaufempfehlung

Neben dem schwachen Branchenumfeld gab es am Freitag eine neue Analystenaktion zu Applied Digital. Medienberichten zufolge senkte B. Riley Securities das Kursziel von 75 $ auf 51 $. Das Analysehaus behielt zugleich seine Kaufempfehlung bei.

B. Riley nahm damit die Zielmarke zurück, änderte aber nicht die grundsätzliche Einstufung des Papiers. Eine Begründung für den Kursrückgang des Handelstages lieferte Reuters dagegen mit den sektorweiten Sorgen um die Wirtschaftlichkeit der KI-Ausgaben.

Geplantes Gemeinschaftsunternehmen in Texas

Auf Unternehmensebene hatten Soluna Holdings und Applied Digital am 21. Oktober vereinbart, eine gemeinsam gehaltene Gesellschaft zu gründen. Nach Angaben von Soluna soll diese ein geplantes KI-/HPC-Rechenzentrum am Standort Project Dorothy 3 in Texas entwickeln. Vorgesehen ist eine Leistung von 50 MW.

Applied Digital soll voraussichtlich das Entwicklungskapital bereitstellen. Nach dem Abschluss soll das Unternehmen einen Anteil von 51% an der gemeinsamen Gesellschaft halten. Der Abschluss der Vereinbarung steht noch unter Bedingungen.

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