Applied Digital Aktie: Zweite Phase geht ans Netz

Polaris Forge 1 erreicht 250 Megawatt betriebsbereite Kapazität; Applied Digital legt am 7. Oktober Quartalszahlen vor.

Die Kernpunkte:
  • Drei Datenhallen mit je 25 Megawatt gestartet
  • Polaris Forge 1 erreicht 250 Megawatt
  • Delta Forge 2 mit 3,2 Milliarden US-Dollar geplant
  • Quartalszahlen folgen am 7. Oktober

Der Betreiber digitaler Infrastruktur Applied Digital baut seine Kapazitäten für Hochleistungsrechnen zügig aus. Am heutigen Freitag meldete das Unternehmen die offizielle Betriebsbereitschaft für die zweite Phase von Gebäude 2 am Campus Polaris Forge 1 in Ellendale im US-Bundesstaat North Dakota.

Drei neue Datenhallen mit einer kritischen IT-Last von jeweils 25 Megawatt gingen damit ans Netz. An den Finanzmärkten sorgte die Fertigstellung für Erleichterung: Im Handel legte die Aktie heute um 7,5 Prozent auf 23,12 Euro zu.

Polaris Forge 1 erreicht 250 Megawatt

Durch den jüngsten Ausbauschritt erreicht Gebäude 2 an dem Standort seine vertraglich vorgesehene Gesamtleistung von 150 Megawatt. Zusammen mit dem zuvor fertiggestellten ersten Gebäude, das 100 Megawatt umfasst, klettert die betriebsbereite Kapazität des gesamten Campus auf 250 Megawatt. Bei vollständigem Ausbau soll Polaris Forge 1 laut bestehenden Verträgen eine kritische IT-Last von 400 Megawatt erreichen.

Die gesamte Kapazität der Anlage ist bereits vollständig an Kunden vermietet. Das Unternehmen arbeitet bereits seit 2021 am Standort Ellendale. Der Ausbau unterstreicht die strategische Neuausrichtung des Konzerns: Während in früheren Jahren Rechenzentren für das Schürfen von Kryptowährungen im Vordergrund standen, konzentriert sich Applied Digital nun auf Rechenzentren für Künstliche Intelligenz und anspruchsvolle Cloud-Anwendungen.

Großprojekt in Alabama und anstehende Geschäftszahlen

Parallel zu den Fortschritten im Bundesstaat North Dakota treibt das Unternehmen weitere Großprojekte voran. Am gestrigen Donnerstag veranstaltete Applied Digital eine Bürgerversammlung im Ort Brookwood im US-Bundesstaat Alabama.

Dort ist unter dem Namen Delta Forge 2 ein neuer KI-Rechenzentrumscampus mit einem geplanten Investitionsvolumen von 3,2 Milliarden US-Dollar vorgesehen. Die Anlage soll eine Fläche von gut 1,3 Millionen Quadratfuß umfassen. Der angestrebte Betriebsbeginn liegt im Jahr 2028, vorbehaltlich noch ausstehender kommunaler Abstimmungen über Unterstützungsbeschlüsse.

Für Anleger richtet sich der Blick nach den infrastrukturellen Fortschritten nun auf die finanzielle Entwicklung. Am kommenden Mittwoch, dem 7. Oktober, legt das Unternehmen nach US-Börsenschluss seine aktuellen Quartalszahlen vor.

Bloomberg-Optionsdaten zufolge preisen die Terminmärkte im Vorfeld der Veröffentlichung eine mögliche Kursbewegung von rund 12 Prozent ein. Mit einem Abstand von 39 Prozent zum 52-Wochen-Tief notiert das Papier vor den Zahlen wieder spürbar über seinen bisherigen Jahrestiefstständen.

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