Applied Material enttäuscht Investoren

Ein weiterer Weltmarktführer, Chipanlagenbauer Applied Materials, hat im dritten Quartal zwar zugelegt und mehr verdient als erwartet. Allerdings reagierten die Investoren enttäuscht auf den Jahresausblick.

Denn für das letzte Quartal des Geschäftsjahres 2017/18 rechnet Applied Materials mit Umsätzen von 3,85 – 4,15 Milliarden Dollar. Zudem wird ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,92 bis 1,00 Dollar erwartet. Die Analysten bzw. Investoren hatten allerdings mit mehr gerechnet. Sie planten mit Erlösen von 4,46 Milliarden Dollar und einem bereinigten Gewinn je Aktie von 1,17 Dollar. Das ließ die Aktie zu Handelsende einbrechen. Der Kurs gab um fast 8 % auf  43,77 Dollar nach.

Applied Materials mit guten Quartalszahlen

Dabei waren die Quartalszahlen sogar besser als erwartet. Die Erlöse stiegen um gut 19 % auf rund 4,5 Milliarden Dollar und das Nettoergebnis erhöhte sich von 0,93 auf 1,17 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verdiente Applied Materials damit bereinigt 1,20 Dollar je Aktie.

Konzernchef verhagelt Anlegern die Laune

Doch der verhaltene Ausblick von Konzernchef Gary Dickerson verhagelte den Investoren die Laune. Er geht davon aus, dass viele Kunden inzwischen zurückhaltender kaufen und nicht mehr so viele Chips nachfragen wie in der ersten Hälfte des Jahres. Damit bleibt Dickerson mit seiner Prognose hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Er rechnet auch mit weniger Umsatz und Gewinn als im abgelaufenen Quartal. Applied Materials wird allgemein in der Branche als Gradmesser für den Zustand der Halbleiterbranche gesehen.

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