Applovin Aktie: Die KI-Modelle liefern!

Für das Schlussquartal prognostiziert AppLovin bis zu 2,395 Milliarden US-Dollar Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge von 84 bis 85 Prozent.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose über dem Analystenkonsens
  • Bereinigte EBITDA-Marge von 84 bis 85 Prozent erwartet
  • KI-Werbemodelle teilweise noch nicht eingeführt
  • Rückkaufrahmen auf 3,6 Milliarden US-Dollar erhöht

AppLovin stellt nach den gestern veröffentlichten Quartalszahlen weiteres Wachstum in Aussicht. Für das vierte Quartal 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz von 2,365 bis 2,395 Milliarden US-Dollar. Damit liegt bereits das untere Ende der Prognose über den Analystenerwartungen. Verbesserte KI-Werbemodelle sollen das Geschäft weiter unterstützen, ihre Einführung ist nach Unternehmensangaben noch nicht abgeschlossen.

Ausblick übertrifft die Erwartungen

Der Umsatzkonsens für das Schlussquartal lag bei 2,25 Milliarden US-Dollar. AppLovin rechnet zugleich mit einem bereinigten operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 1,995 bis 2,025 Milliarden US-Dollar.

Für Anleger zählt dabei nicht allein das erwartete Wachstum. Der Ausblick sieht auch eine hohe Profitabilität vor. Die Prognose signalisiert damit, dass AppLovin bei steigenden Erlösen keine Abschwächung der bereinigten Ergebnismarge erwartet.

Die bereinigte EBITDA-Marge soll im Schlussquartal 84 bis 85 Prozent erreichen. Im dritten Quartal 2026 lag sie bei 84 Prozent.

Die Prognose bleibt allerdings eine Erwartung des Unternehmens. Ob AppLovin sie erfüllt, hängt auch davon ab, wie sich die weiteren Verbesserungen der Werbemodelle im Geschäft niederschlagen.

KI-Modelle noch nicht vollständig eingeführt

CEO Adam Foroughi erklärte im gestrigen Ergebnisgespräch, die teilweise Einführung verbesserter KI-Werbemodelle habe bereits zu höheren Werbebudgets geführt. Weitere Einführungsschritte stünden noch bevor. Damit nennt das Management einen konkreten Ansatzpunkt für zusätzliches Wachstum, ohne dessen Beitrag zu beziffern.

Die Schwäche des Vorquartals bezeichnete Foroughi als eigenen Fehler. Zugleich widersprach er der Vorstellung, Wachstum von Wettbewerbern müsse AppLovin zwangsläufig schaden. Digitale Werbung sei kein Nullsummenspiel.

Die jüngsten Ergebnisse stützen zunächst seine zuversichtliche Einschätzung: Im dritten Quartal 2026 erreichte der Umsatz 2,185 Milliarden US-Dollar. Das entsprach einem Zuwachs von 55 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.

Auch die Gewinnentwicklung spricht für eine stärkere Ertragskraft. Entscheidend ist dabei, dass der Ergebnisanstieg nicht hinter dem Umsatzwachstum zurückblieb.

Der Nettogewinn aus fortgeführten Aktivitäten stieg um 72 Prozent auf 1,439 Milliarden US-Dollar. Der verwässerte Gewinn je Aktie betrug 4,30 US-Dollar.

Mittelzufluss ermöglicht größere Rückkäufe

Neben dem operativen Ausblick setzt AppLovin auf Kapitalrückflüsse an Aktionäre. Im dritten Quartal kaufte das Unternehmen Aktien zurück beziehungsweise behielt sie ein. Die ausgeweitete Genehmigung schafft zusätzlichen Spielraum, bedeutet aber keine Verpflichtung zur vollständigen Ausschöpfung.

Die Rückkaufgenehmigung wurde Ende Oktober um 3,2 Milliarden auf insgesamt 3,6 Milliarden US-Dollar erhöht. Im dritten Quartal beliefen sich Rückkäufe und Einbehalte auf 1,4 Milliarden US-Dollar.

Für Anleger verbindet sich damit eine hohe laufende Mittelgenerierung mit möglichen weiteren Rückkäufen. Der zentrale operative Prüfstein bleibt jedoch die Umsetzung des Ausblicks: AppLovin muss das erwartete Umsatzwachstum erreichen und zugleich die hohe bereinigte Marge halten.

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