Arafura Aktie: Wachstumspfad gesetzt
Arafura Rare Earths steht vor der finalen Investitionsentscheidung für sein Schlüsselprojekt Nolans. Die Aktie profitiert von einer starken Bilanz, einem einflussreichen Ankeraktionär und staatlicher Unterstützung.

- Finale Investitionsentscheidung für Nolans im ersten Quartal 2026
- Starke Bilanz durch Kapitalerhöhung von 475 Mio. AUD
- Ankeraktionär Hancock Prospecting hält 15,7 Prozent
- Staatliche Finanzierungszusagen aus mehreren Ländern
Arafura Rare Earths ist mit Rückenwind ins neue Jahr gestartet. Die Aktie legte in den vergangenen Sitzungen um rund 5 % zu und bewegt sich um 0,305 AUD. Im Zentrum steht die erwartete Final Investment Decision (FID) für das Nolans-Projekt, die im ersten Quartal 2026 fallen soll.
Der Kurs profitiert von einer freundlichen Sektorentwicklung und der zunehmenden Zuversicht, dass die Finanzierungsstruktur für das Schlüsselprojekt steht. Entscheidend wird nun, ob das Unternehmen den Übergang von der Entwicklungs- in die Bauphase wie geplant schafft.
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Kursentwicklung und Sektorumfeld
Die Aktie hat sich aus einer zuvor seitwärts verlaufenden Spanne gelöst, wobei die Marke von 0,30 AUD als psychologisch wichtige Unterstützung fungiert. Im 52-Wochen-Vergleich reicht die Spanne von 0,11 bis 0,62 AUD – ein Zeichen für die hohe Volatilität rund um Finanzierungsmeilensteine im Jahr 2025.
Auf Jahressicht steht ein Plus von 134,78 % zu Buche. Damit hat Arafura den S&P/ASX 200, der im gleichen Zeitraum 6,80 % zulegte, deutlich geschlagen. Der Markt honoriert vor allem die strategische Bedeutung des Nolans-Projekts als potenzielle nicht-chinesische Quelle für Seltene Erden.
FID-Zeitplan und Projektstatus
Das Management peilt seit Längerem das erste Quartal 2026 für die FID beim Nolans-Projekt an. Mit dem Start ins neue Jahr verdichtet sich dieses Zeitfenster, und die Marktteilnehmer kalkulieren zunehmend mit einer Entscheidung in den kommenden Wochen.
Ein positives Votum würde den formellen Übergang in die Phase der Großbaumaßnahmen markieren. Nolans soll als erste voll integrierte „Ore-to-Oxide“-Anlage für Seltene Erden in Australien entstehen, mit einer geplanten Jahresproduktion von 4.440 Tonnen NdPr-Oxid.
Das Projekt ist in mehreren Förderprogrammen verankert. Es zählt zu nur zwei priorisierten Vorhaben im Rahmen des im Oktober 2025 verkündeten US-Australien Critical Minerals Framework. Dieses sieht unter anderem vor:
- eine bedingte Zusage von Export Finance Australia für bis zu 100 Mio. USD Eigenkapital
- eine Letter of Interest der US-Exportkreditagentur US EXIM für Finanzierungshilfen von bis zu 300 Mio. USD
Finanzierung und Ankeraktionär
Rückgrat der aktuellen Kapitalstruktur ist eine großvolumige Kapitalerhöhung aus Oktober 2025. Im Zuge dieser Maßnahme über 475 Mio. AUD stieg Hancock Prospecting mit 125 Mio. AUD ein und hält seither 15,7 % der Anteile. Viele Marktteilnehmer werten den Einstieg des Bergbaukonzerns rund um Gina Rinehart als Bestätigung für die strategische Relevanz von Nolans.
Die Transaktion hat die Bilanz deutlich gestärkt. Zusammen mit bereits zugesagten, aber noch an Bedingungen geknüpften Fremdfinanzierungen in Höhe von 1,05 Mrd. USD ist ein großer Teil des Kapitalbedarfs für die Entwicklung des Projekts abgedeckt. Der gesamte Kapitalaufwand für Nolans wird auf 1,226 Mrd. USD geschätzt.
Rückenwind aus dem Markt für Seltene Erden
Arafura profitiert von einem insgesamt freundlichen Umfeld für Seltene-Erden-Werte. Auch Vergleichsunternehmen notieren fester. Treiber sind globale Lieferkettenüberlegungen nach chinesischen Exportbeschränkungen für Dauermagnete sowie der steigende Bedarf an diversifizierten Quellen für kritische Rohstoffe, insbesondere für Elektroautos und Windkraftanlagen.
Auf dem Earnings Call zum vierten Quartal 2025 stellte das Unternehmen heraus, dass sich die Nachfrage nach Seltenen Erden in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich verdoppeln wird. China kontrolliert derzeit 90–99 % des weltweiten Angebots. CEO Darryl Cuzzubbo betonte vor diesem Hintergrund die wirtschaftliche und strategische Bedeutung alternativer Lieferketten für die koreanischen und europäischen Märkte.
Ausblick: FID als Kurstreiber
Die weitere Kursentwicklung in den nächsten Wochen wird stark vom Zeitpunkt und Inhalt der FID-Entscheidung abhängen. Mehrere Faktoren stützen aktuell die Bewertung:
- Nähe zum Katalysator: Enges Zeitfenster bis zur erwarteten FID im ersten Quartal 2026
- Solide Bilanz: Hohe Liquidität aus den Kapitalerhöhungen 2025
- Ankeraktionär: 15,7-%-Beteiligung von Hancock Prospecting
- Staatliche Unterstützung: Zusagen und Interessenbekundungen aus Australien, den USA, Deutschland und Korea
Parallel dazu arbeitet Arafura an einem geplanten Investitionsbeitrag von 100 Mio. Euro aus dem deutschen Rohstofffonds; die Due-Diligence-Prüfung läuft. Nach einem positiven FID-Beschluss dürfte sich der Fokus des Marktes auf den Baubeginn und die Umsetzung des Zeitplans verlagern, der rund 42 Monate vom FID bis zur Erstproduktion vorsieht.
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