Arafura: Hauptversammlung am 10. Juni entscheidend

Australischer Seltene-Erden-Produzent erhält 200 Millionen Dollar Wandelanleihe. Aktionäre entscheiden im Juni über Kapitalerhöhung.

Die Kernpunkte:
  • Verbindliche Verträge für Wandelanleihe unterzeichnet
  • Staatliche Finanzierung von 1,2 Milliarden AUD
  • Abstimmung über Kapitalerhöhung im Juni
  • Fehlende Abnahmeverträge für 80 Prozent

Die Abhängigkeit des Westens von chinesischen Seltenen Erden zwingt Regierungen zum Handeln. Arafura Rare Earths profitiert von dieser geopolitischen Verschiebung. Das australische Bergbauunternehmen hat nun die verbindlichen Verträge für eine Wandelanleihe über 200 Millionen Australische Dollar unterzeichnet. Damit rückt die endgültige Investitionsentscheidung für das Nolans-Projekt im Northern Territory in greifbare Nähe.

Milliardenpaket steht zur Abstimmung

Der Geldgeber ist die staatliche National Reconstruction Fund Corporation (NRFC). Die unbesicherte Anleihe flankiert ein breiteres Finanzierungspaket, das sich auf staatliche Zusagen aus Australien, Deutschland und Kanada stützt. Insgesamt belaufen sich die öffentlichen Mittel für das Nolans-Projekt auf 1,2 Milliarden Australische Dollar. Die deutsche KfW steuert im Auftrag des Rohstofffonds 50 Millionen Euro bei.

Die Umsetzung des Pakets hängt von den Aktionären ab. Am 10. Juni 2026 stimmen sie über eine geplante Kapitalerhöhung ab. Der Ausgabepreis der neuen Aktien liegt rund zehn Prozent unter dem jüngsten Durchschnittskurs. Lehnt die Hauptversammlung ab, bricht die gesamte Finanzierungsstruktur zusammen. Stimmt sie zu, erhält die KfW einen Sitz im Verwaltungsrat sowie Vetorechte bei künftigen Projektmeilensteinen.

Die Lücke bei den Abnahmeverträgen

Ein weiteres Hindernis trennt das Management vom Baubeginn. Die Kreditgeber fordern verbindliche Abnahmeverträge für 80 Prozent der geplanten Jahresproduktion. Arafura hat bisher 66 Prozent gesichert. Es fehlt somit eine Abnahme von jährlich rund 1.200 Tonnen des begehrten Neodym-Praseodym-Oxids (NdPr).

Verträge mit Hyundai Motor, Kia und Siemens Gamesa existieren bereits. Das Unternehmen arbeitet daran, weitere 500 Tonnen pro Jahr speziell für den europäischen Markt zu reservieren. Geschäftsführer Darryl Cuzzubbo verweist auf die Dringlichkeit bei potenziellen Käufern. Seit Konkurrent Lynas seine Kapazitäten gebunden hat, suchen europäische und koreanische Industriekonzerne händeringend nach Alternativen.

Die Vorbereitungen auf dem Gelände laufen. Das Unterkunftslager ist gekauft, der Baukonzern Hatch steht als Dienstleister bereit. Ab Ende des Jahrzehnts will Arafura rund vier Prozent des globalen Bedarfs an NdPr-Oxid decken. Bis zum Dezember 2026 müssen alle Finanzierungsbedingungen erfüllt sein, andernfalls verfallen die Zusagen. Der Druck auf der Nachfrageseite spielt dem Unternehmen in die Karten: Seit den chinesischen Exportbeschränkungen im Vorjahr haben sich die Preise auf rund 120 US-Dollar pro Kilogramm verdoppelt.

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