Arafura: NdPr-Preise um 160 Prozent gestiegen
Steigende NdPr-Preise und geopolitische Unterstützung verbessern die Aussichten für das Nolans-Projekt von Arafura Rare Earths vor der finalen Investitionsentscheidung im Juni.

- NdPr-Preise steigen um 160 Prozent
- Finale Investitionsentscheidung bis Juni
- Eigenkapitalzufuhr zur Abstimmung am 10. Juni
- Traxys-Verträge decken 800 Tonnen jährlich ab
Arafura Rare Earths bekommt Rückenwind aus einem Markt, der plötzlich deutlich enger wirkt. Chinas Exportbeschränkungen treiben Preise für Seltene Erden nach oben und verbessern damit die wirtschaftliche Logik des Nolans-Projekts in Australien. Kurz vor der geplanten finalen Investitionsentscheidung wird daraus ein konkreter Vorteil.
NdPr-Preise stützen die Projektstory
NdPr-Oxid lag zum Jahresstart bei rund 53 Dollar je Kilogramm. Ende April wurden 136,7 bis 139,6 Dollar aufgerufen. Für ein Projekt, dessen Kalkulation stark an diesem Rohstoff hängt, ist das mehr als nur ein günstiger Marktimpuls.
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Der Anstieg von etwa 160 Prozent spiegelt ein engeres Angebot und robuste Nachfrage wider. Der Markt steuert auf das zweite Defizitjahr in Folge zu, während China rund 90 Prozent der weltweiten Produktion dominiert und seit April 2025 Exportbeschränkungen aufrechterhält. Nachfrage kommt nicht nur aus Elektroautos, sondern zunehmend auch aus Robotik und KI-Anwendungen.
Ganz geradlinig läuft die Preisbewegung aber nicht. NdPr-Oxid fiel im April zeitweise um 21 Prozent auf 99,61 Dollar je Kilogramm. Das zeigt: Die Preissetzung bleibt anfällig für Quotenentscheidungen aus Peking und kurzfristige Positionswechsel im Handel.
Nolans rückt in westliche Lieferketten
Nolans im Northern Territory ist auf eine Jahresproduktion von 4.440 Tonnen NdPr-Oxid ausgelegt. Das entspräche etwa vier Prozent der weltweiten Nachfrage. Für Abnehmer außerhalb Chinas ist das ein relevanter Baustein, weil westliche Lieferketten bei Seltenen Erden weiterhin dünn sind.
Der Vertrag mit Traxys North America bindet Material aus Nolans in „Project Vault“ ein, eine Initiative der US Export-Import Bank zur Verlagerung kritischer Lieferketten näher an die USA. Ein früherer Abnahmevertrag mit Traxys Europe aus März 2025 umfasst bis zu 300 Tonnen NdPr-Oxid pro Jahr. Zusammen decken die beiden Traxys-Vereinbarungen rund 800 Tonnen jährlich ab.
Finanzierung nimmt Form an
Kommerziell bleibt eine Lücke. Arafura hat verbindliche Abnahmen für 66 Prozent der geplanten Jahresmenge gesichert, Kreditgeber erwarten typischerweise etwa 80 Prozent. Gespräche mit europäischen Käufern drehen sich um weitere rund 500 Tonnen.
Der geopolitische Rückenwind hilft. Australien und Japan vertieften Anfang Mai ihre Partnerschaft bei kritischen Mineralien, eine australisch-amerikanische Vereinbarung im Volumen von 8,5 Milliarden australischen Dollar kam bereits Ende vergangenen Jahres hinzu. Das erhöht den Druck auf Käufer, nicht-chinesische Versorgung frühzeitig zu sichern.
Die Gesamtkosten von Nolans liegen bei rund 1,6 Milliarden Dollar. Davon sollen etwa 911 Millionen Dollar über Fremdkapital kommen, unter anderem von NRFC, Export Finance Australia und KfW IPEX-Bank.
Am 11. Mai unterzeichnete Arafura Unterlagen für Wandelanleihen über 200 Millionen australische Dollar von der National Reconstruction Fund Corporation. Dazu kommen geplante Eigenkapitalzeichnungen über 230 Millionen australische Dollar von zwei staatlich gestützten Institutionen.
Diese Eigenkapitalzufuhr steht am 10. Juni zur Abstimmung auf der Hauptversammlung. Bei Zustimmung erhält KfW einen Sitz im Board sowie Vetorechte bei künftigen Projektmeilensteinen; bestimmte Bedingungen müssen bis 1. Dezember erfüllt sein.
Die Mine ist auf eine Laufzeit von rund 40 Jahren ausgelegt. Der Nettobarwert wird mit 1,7 Milliarden Dollar angegeben, die interne Rendite mit 17,2 Prozent. Die kalkulierten Betriebskosten liegen bei 43,70 Dollar je Kilogramm NdPr.
Die Aktie hat den Stimmungswechsel bereits teilweise eingepreist. Mitte Mai sprang der Kurs kurz auf 0,36 australische Dollar, gab danach aber auf 0,34 australische Dollar nach. Seit Jahresbeginn bleibt dennoch ein Plus von mehr als 41 Prozent.
Der nächste Takt ist klar: Am 10. Juni entscheidet die Hauptversammlung über die geplante Eigenkapitalzufuhr, bis Ende Juni soll die finale Investitionsentscheidung folgen. Gelingt dieser Schritt, kann Nolans auf den geplanten Produktionsstart in der zweiten Hälfte 2029 zusteuern — mit Rückenwind vom Rohstoffmarkt, aber weiter abhängig von Finanzierung, Bauausführung und den nächsten chinesischen Quoten.
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