Arafura Rare Earths Aktie: Liefervertrag über 500 Tonnen erweitert

Arafura Rare Earths vereinbart zusätzliche Liefermengen mit einem Windkraftanlagenhersteller und treibt die Finanzierung von Nolans weiter voran.

Die Kernpunkte:
  • Liefervertrag über fünf Jahre erweitert
  • Jährlich bis zu 500 Tonnen vereinbart
  • Aktie legt am Freitag 13 Prozent zu
  • Finanzierungsabschluss für Oktober angestrebt

Mit der Erweiterung eines wichtigen Lieferabkommens hat Arafura Rare Earths am gestrigen Freitag die kommerzielle Basis für sein Seltene-Erden-Projekt Nolans vertieft. Das Unternehmen einigte sich mit einem nicht namentlich genannten globalen Hersteller von Windkraftanlagen auf den Ausbau eines bestehenden, verbindlichen Abnahmevertrags.

Die Vereinbarung umfasst die Lieferung von jährlich bis zu 500 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid-Äquivalent über eine feste Laufzeit von fünf Jahren, ergänzt um eine Option auf eine Verlängerung um drei weitere Jahre.

Bindung an globale Marktpreise

Die Konditionen der Liefervereinbarung orientieren sich an einem unabhängigen globalen Index für den Seetransport. Das Management teilte mit, dass parallel Gespräche über weitere Abnahmeverträge mit mehreren Interessenten laufen, während das Nolans-Projekt vorangetrieben wird.

Laut Reuters reagierte die Aktie unmittelbar mit Kursgewinnen auf die Meldung. Zum Handelsschluss am Freitag stand ein Tagesplus von 13 Prozent bei einem Kurs von 0,1200 Euro zu Buche.

Zeitplan und Finanzierungsstruktur für Nolans

Der Liefervertrag fällt in eine entscheidende Phase der Projektentwicklung. Vor rund zwei Wochen bekräftigte die Unternehmensführung im Rahmen der Jahreszahlen für das Geschäftsjahr 2026, dass der offizielle Baubeginn für September 2026 vorgesehen ist. Der vertragliche Abschluss der Gesamtfinanzierung wird für Oktober 2026 angestrebt. Den Angaben zufolge ist Nolans über die gesamte Errichtungsphase hinweg durchfinanziert.

Die finanzielle Basis bilden mehr als 930 Millionen australische Dollar an gesichertem Eigenkapital, vorrangige Kreditfazilitäten über 775 Millionen australische Dollar sowie Wandelschuldverschreibungen im Wert von 200 Millionen australischen Dollar von NROC. Hinzu kommen strategische Eigenkapitalbeteiligungen durch Export Finance Australia und den Rohstofffonds der Bundesrepublik Deutschland.

Nach Unternehmensplanung soll die praktische Fertigstellung der Anlage bis Ende 2029 erfolgen, bevor Ende 2031 oder Anfang 2032 die volle Nennkapazität der Produktion erreicht werden soll.

Nach der jüngsten Erholung notiert das Papier an der Börse 20 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief. In den verbleibenden Wochen bis zum angestrebten Finanzierungsabschluss im Oktober richtet sich der Blick der Marktteilnehmer auf die Einhaltung des kommunizierten Zeitplans.

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