Arafura Rare Earths Aktie: Steigende Nachfrage
Arafura Rare Earths reduziert Verlust und Cashburn deutlich, während staatlich unterstützte Kreditzusagen die Finanzierung für das Nolans-Projekt voranbringen. Die finale Investitionsentscheidung ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

- Halbjahresverlust deutlich auf 12,99 Mio. AUD gesenkt
- Staatliche Kreditzusagen von über 1 Mrd. USD erhalten
- Finale Investitionsentscheidung für H1 2026 geplant
- Kassenbestand durch Kapitalerhöhung auf 570 Mio. AUD gestiegen
Arafura Rare Earths kommt beim Nolans-Projekt spürbar voran – zumindest finanziell. Der Halbjahresverlust ist deutlich kleiner, die Kasse so voll wie nie, und die Struktur für die Projektfinanzierung nimmt Gestalt an. Entscheidend bleibt aber eine Frage: Gelingt der finale Finanzierungsabschluss rechtzeitig für die angekündigte Investitionsentscheidung im ersten Halbjahr 2026?
Verlust sinkt, Cashburn deutlich geringer
Im Halbjahr bis Ende Dezember 2025 verringerte sich der Nettoverlust auf 12,99 Mio. AUD nach 18,85 Mio. AUD im Vorjahr. Der Verlust je Aktie verbesserte sich von 0,008 AUD auf 0,004 AUD.
Wichtig im Hinblick auf die bevorstehende, kapitalintensive Bauphase: Den Cashburn reduzierte das Unternehmen laut Bericht innerhalb eines Jahres um 48%. In der im Februar veröffentlichten Bilanz zum Dezember 2025 standen zudem keine Schulden und 571 Mio. AUD an Barmitteln. Im Vorjahr flossen netto 28 Mio. AUD ab.
Rekordkasse dank Kapitalerhöhung – und starke Geldgeber
Im Quartalsbericht (Q2 2026) von Anfang Februar bezifferte Arafura den Kassenbestand auf rund 570 Mio. AUD – deutlich mehr als die zuvor genannten 90 Mio. AUD. Treiber war eine Kapitalerhöhung über insgesamt 481,4 Mio. AUD, umgesetzt in zwei Tranchen um den Jahreswechsel.
Der Großteil kam aus einer institutionellen Platzierung: 475 Mio. AUD zu 0,28 AUD je Aktie. Der Aktienkaufplan für Privatanleger (SPP) brachte dagegen nur 7,1 Mio. AUD ein, obwohl ursprünglich bis zu 50 Mio. AUD (plus mögliche Überzeichnung bis weitere 20 Mio. AUD) angepeilt waren.
Strategisch wichtig: Hancock Prospecting (Gina Rinehart) baute seinen Einfluss aus und erhöhte seine Stimmrechte auf 15,60%.
Parallel meldete Arafura Fortschritte bei den Bedingungen für Kreditfreigaben im Rahmen einer Senior-Debt-Finanzierung über 775 Mio. USD. Genannt wurden dabei mehrere, staatlich gestützte Bausteine:
– US EXIM: „Letter of Interest“ über bis zu 300 Mio. USD
– Export Development Canada: zugesagte Senior Debt über 300 Mio. USD
– Deutschland: Zusage über 115 Mio. AUD über Exportkreditstrukturen (Euler Hermes/UFK)
– Australien (NAIF): Zusage über 200 Mio. AUD
– Australiens National Reconstruction Fund: zugesagte 200 Mio. AUD als Equity-Investment
FID nun im ersten Halbjahr 2026 – Vorbereitung läuft
Die finale Investitionsentscheidung (Final Investment Decision, FID) für Nolans peilt das Management jetzt für das erste Halbjahr 2026 an. Der Zeitplan wurde damit erneut nach hinten geschoben: von „Anfang 2025“ auf „Anfang 2026“ und nun auf das weniger präzise Zeitfenster H1 2026. Als Grund nennt das Unternehmen laufende Verhandlungen.
Arafura betont zudem, die letzten 115 Mio. AUD seien an eine deutsche Regierungszusage gekoppelt – nicht an den Kapitalmarkt oder an Aktionäre. Das soll das Projekt aus Sicht des Unternehmens weniger risikobehaftet machen und den Weg zur FID klarer abstecken.
Operativ laufen die Vorbereitungen weiter: Hatch wurde als Partner für Engineering, Procurement und Construction Management (EPCM) verpflichtet – ein wichtiger Schritt Richtung Bauphase. In Aussicht gestellt werden bis zu 600 Jobs in der Bauphase sowie rund 350 dauerhafte Stellen im Betrieb.
Im Marktumfeld verweist das Management auf deutlich höhere NdPr-Preise: Diese seien im Jahresvergleich um mehr als 80% gestiegen und hätten auf dem Asian Metal Index die Marke von 100 USD/kg überschritten; zudem sei von Drei-Jahres-Hochs die Rede.
Zum Projekt selbst nennt Arafura eine geplante Jahresproduktion von 4.440 Tonnen NdPr-Oxid über eine Minenlaufzeit von 38 Jahren. Abnahmeverträge decken laut Unternehmen bereits 66% der geplanten Produktion ab (u.a. Hyundai, Kia, Siemens Gamesa; zusätzlich wird Traxys genannt). Für die restlichen 34% arbeitet das Management an weiteren Vereinbarungen.
Zum nächsten messbaren Schritt hat Arafura die Messlatte klar gesetzt: In den kommenden Monaten bis zum Ende des zweiten Quartals sollen die noch ausstehenden Mittel gesichert werden, um die FID im ersten Halbjahr 2026 wie angekündigt treffen zu können.
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