Arafura Rare Earths Aktie: Warten geht weiter
Arafura Rare Earths meldet massive Liquidität, muss die finale Investitionsentscheidung für sein Nolans-Projekt jedoch erneut in die erste Jahreshälfte 2026 verschieben.

- Finale Investitionsentscheidung erneut auf 2026 verschoben
- Unternehmenskasse durch Kapitalerhöhung massiv gestärkt
- Warten auf deutsche Genehmigung für Fördermittel
- Seltenerdmetall-Preise zeigen starken Aufwärtstrend
Der australische Entwickler Arafura Rare Earths sitzt auf einem massiven Cash-Berg, doch der Startschuss für das Vorzeigeprojekt Nolans lässt weiter auf sich warten. Während die Kasse nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung prall gefüllt ist, müssen Anleger eine erneute Verschiebung der finalen Investitionsentscheidung hinnehmen. Reicht die finanzielle Stärke aus, um die wachsende Ungeduld der Aktionäre zu kompensieren?
Erneute Verzögerung bestätigt
Im jüngsten Quartalsbericht vom 29. Januar bestätigte das Management, was viele befürchtet hatten: Die finale Investitionsentscheidung (FID) für das Nolans-Projekt verzögert sich abermals. Ursprünglich für Anfang 2025 und später für das erste Quartal 2026 avisiert, peilt das Unternehmen nun die erste Jahreshälfte 2026 an.
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Der Bremsklotz liegt derzeit in Europa. Arafura wartet auf die finale Zusage des German Raw Materials Fund (GRMF) für eine geplante Eigenkapitalbeteiligung von 50 Millionen Euro. Die kaufmännische Prüfung ist zwar abgeschlossen, doch die Entscheidung liegt nun zur Genehmigung bei den deutschen Regulierungsbehörden.
Bilanzielle Stärke als Puffer
Finanziell präsentiert sich das Unternehmen hingegen so robust wie selten zuvor. Trotz der zeitlichen Unsicherheiten konnte Arafura seine Bilanz im abgelaufenen Quartal massiv stärken. Durch Kapitalmaßnahmen flossen dem Unternehmen vor Kosten rund 481 Millionen australische Dollar (AUD) zu.
Zum Stichtag 31. Dezember 2025 explodierte der Cash-Bestand förmlich auf 571 Millionen AUD – ein gewaltiger Sprung gegenüber den mageren 90 Millionen AUD Ende September. Damit ist das Unternehmen zumindest finanziell gut gerüstet, um die Wartezeit zu überbrücken.
Geduldsprobe für Aktionäre
Das üppige Finanzpolster kann jedoch nicht alle Gemüter beruhigen. Auf dem Investorentreffen Ende Januar machten Aktionäre ihrem Unmut über die ständigen Verschiebungen Luft. Managing Director Darryl Cuzzubbo versuchte zu beschwichtigen und betonte, dass 90 Prozent der Finanzierung bereits zugesagt oder vorbehaltlich finaler Genehmigungen gesichert seien. Die aktuelle Strategie laute „Sicherheit vor Schnelligkeit“.
Um die Umsetzung des Projekts künftig effizienter zu gestalten, wurde zudem der Dienstleister Hatch mit dem Projektmanagement (EPCM) beauftragt. Dieser Schritt soll die Verantwortlichkeiten bündeln und die Abwicklung straffen.
Marktumfeld liefert Rückenwind
Während intern Zeitpläne korrigiert werden, spielt der Markt Arafura in die Karten. Die Preise für die kritischen Seltenerdmetalle Neodym und Praseodym (NdPr) haben laut Asian Metal Index die Marke von 100 US-Dollar pro Kilogramm durchbrochen. Dies entspricht einem Anstieg von über 80 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate.
Treibender Faktor bleiben die Exportkontrollen Chinas, die den strategischen Wert westlicher Lieferketten unterstreichen. Das Nolans-Projekt genießt daher weiterhin hohe politische Priorität und wird im Rahmen des Abkommens zwischen Australien und den USA als eines von nur zwei Schlüsselprojekten geführt.
Für Anleger liegt der Fokus nun klar auf dem ersten Halbjahr 2026: Nur wenn die bürokratischen Hürden in Deutschland fallen und die Investitionsentscheidung tatsächlich getroffen wird, kann Arafura das Potenzial seiner gefüllten Kriegskasse auch operativ heben.
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