ArcelorMittal wieder im Aufwärtstrend.

Steigende Preise und Einsparungen haben ArcelorMittal im vergangenen Geschäftsjahr aus der Verlustzone herausgeführt.

© ArcelorMittal

Musste man in 2015 noch einen Verlust von 7,9 Mrd. US-Dollar vermelden, hat der weltgrößte Stahlhersteller im vergangenen Jahr wieder Gewinn gemacht. Denn ArcelorMittal verdiente unterm Strich 1,8 Mrd. Dollar. Konzernchef Lakshmi Mittal sagte am Freitag in Luxemburg: “2016 war ein Jahr des Fortschritts für ArcelorMittal, geprägt von einem sich bessernden Marktumfeld.” Außerdem zeigte er sich hoffnungsvoll für das neue Geschäftsjahr: ” Wir sind mit Rückenwind ins Jahr 2017 gestartet.”

Gutes Schlussquartal für ArcelorMittal

Das Schlussquartal ist für die Luxemburger gut gelaufen, denn hier verdienten sie mehr, als von den Analysten im Vorfeld erwartet wurde. Der Quartalsumsatz legte um 1 % auf 14,1 Mrd. Dollar zu.

In 2015 belasteten hohe Abschreibungen aufgrund des Preisverfalls bei Stahl und dessen Rohstoffen das Unternehmen übermäßig. ArcelorMittal kämpfte dagegen mit Einsparungen an. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen kletterte vor diesem Hintergrund von 5,2 Mrd. auf annähernd 6,3 Mrd. Dollar.

Allerdings schrumpfte der Umsatz wegen eines niedrigeren Absatzes bei Stahl und Eisenerz um knapp 11 % auf 56,8 Mrd. Dollar, aber auch dieser Rückgang hat sich im letzten Jahresviertel deutlich verlangsamt.

Kräftige Investitionen in 2017

In diesem Jahr will ArcelorMittal kräftiger investieren, allerdings warnte der Konzern, dass die Erholung von einem niedrigen Niveau aus geschehe. Seine Investitionssumme will der Stahlproduzent auf 2,9 Mrd. Dollar hochschrauben, nach noch 2,4 Mrd. Dollar im Jahr zuvor. Bereits beim Neujahrsempfang Ende Januar gab das Unternehmen bekannt, gleich mehrere Pläne in diesem Jahr umsetzen zu wollen.

So sollen beispielsweise laut Generaldirektor Roland Bastian in Differdingen über drei Jahre hinweg 35 Mio. Euro investiert werden. Ab Juli 2017 soll die nicht mehr zeitgemäße Richtanlage modernisiert werden. Für die Adjustage der Stahlträger erhält das Werk dann die größte Rollenrichtmaschine der Welt.

Aktienkurs steigt

Die Aktionäre nahmen die Zahlen sehr freudig auf, der Kurs der Aktie stieg am Freitagvormittag um rund 4,5 % auf knapp 8 Euro an. Doch auch in diesem Jahr wird es keine Dividende geben, teilte der Konzern mit. Bereits im vergangenen Jahr gingen die Aktionäre leer aus, die letzte Dividende lag bei 0,20 Dollar in 2015.

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