Ares Capital: Ermächtigung für Aktienausgabe bis August 2027
Ares Capital erhält grünes Licht für Aktienausgabe unter NAV. Quartalsgewinn sinkt deutlich, Dividende bleibt stabil bei 0,48 US-Dollar.

- Aktionäre erlauben Aktienausgabe unter NAV
- Nettogewinn fällt im zweiten Quartal
- Portfolio umfasst 619 Unternehmen
- Dividende bleibt bei 0,48 US-Dollar
Ares Capital hat von seinen Anteilseignern die notwendige Zustimmung erhalten, um seine finanzielle Handlungsfähigkeit für das kommende Jahr zu erweitern. In einer Abstimmung am 13. August wurde dem Management die Ermächtigung erteilt, neue Stammaktien unterhalb des aktuellen Nettoinventarwerts (Net Asset Value, NAV) auszugeben. Diese Regelung ist zeitlich befristet und gilt für zwölf Monate bis zum 13. August 2027.
Mit diesem Schritt stellt das Unternehmen sicher, dass es auch in volatilen Marktphasen jederzeit handlungsfähig bleibt. Die Genehmigung erlaubt es der Unternehmensführung, gezielt auf neue Investitionschancen zu reagieren, selbst wenn die Bewertung an der Börse zeitweise unter dem rechnerischen Buchwert liegt. Dabei ist die Ausgabe neuer Anteile auf maximal 25 Prozent der zum Zeitpunkt der Genehmigung ausstehenden Aktien begrenzt.
Rückgang beim Reingewinn im zweiten Quartal
Die jüngsten Geschäftszahlen verdeutlichen die aktuelle Lage des Unternehmens. Für das zweite Quartal 2026 meldete die Gesellschaft einen Nettogewinn nach GAAP in Höhe von 171 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, als noch ein Ergebnis von 361 Millionen US-Dollar erzielt wurde, markiert dies einen deutlichen Rückgang. Das Core-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,47 US-Dollar.
Das operative Geschäft profitierte hingegen von stabilen Erträgen aus den bestehenden Beteiligungen. Während die Zinserträge solide blieben, wirkten sich Marktschwankungen und Bewertungseffekte auf das Endergebnis aus. Das Management betonte in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer konservativen Bilanzierung und einer diversifizierten Finanzierungsstruktur.
Stabilität im Portfolio und bei der Dividende
Trotz der Ergebnisvolatilität sank der Nettoinventarwert pro Aktie bis zum Ende des zweiten Quartals nur moderat auf 19,35 US-Dollar. Zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres 2025 hatte dieser Wert noch bei 19,44 US-Dollar gelegen. Das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital erhöhte sich leicht auf einen Wert von 1,15.
Das Gesamtportfolio von Ares Capital bleibt breit aufgestellt und umfasst Investitionen in 619 verschiedene Unternehmen. Der faire Gesamtwert dieser Beteiligungen wurde zum Stichtag mit 29,3 Milliarden US-Dollar beziffert. Die gewichtete durchschnittliche Rendite der verzinslichen Wertpapiere im Portfolio lag zuletzt bei etwa 10,5 Prozent.
Für die Aktionäre bleibt die Ausschüttungspolitik verlässlich. Die Dividende für das dritte Quartal 2026 wurde auf 0,48 US-Dollar je Aktie festgesetzt. Die Auszahlung erfolgt am 30. September für alle Anleger, die zum Stichtag am 15. September im Aktienregister eingetragen sind.
An der Börse zeigte sich das Papier zum Wochenabschluss stabil und schloss am Freitag bei 17,07 Euro. Auf Jahressicht verbuchte der Wert hingegen einen Kursrückgang von 11 Prozent. Aktuell notiert der Kurs etwa 3,4 Prozent über seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage.
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