Arista Networks Aktie: Bechtolsheim verkauft Anteile
Arista steigerte den Quartalsumsatz um 58,5 Prozent und hob das Jahresziel auf 13,3 Milliarden Dollar an.

- Bechtolsheim veräußerte 267.892 Arista-Aktien
- Verkauf erfolgte nach festgelegtem Handelsplan
- Quartalsumsatz wuchs auf 3,66 Milliarden Dollar
- Umsatzziel für das Gesamtjahr auf 13,3 Milliarden erhöht
Rekordzahlen, aber ein Großaktionär nimmt Gewinne mit: Andreas Bechtolsheim, Direktor und Zehn-Prozent-Eigner von Arista Networks, hat am 30. Oktober Aktien im Wert von rund 45,8 Millionen Dollar verkauft. Der Zeitpunkt fällt in eine Woche, in der der Kurs zunächst nachgab und die Quartalszahlen anstanden.
Verkauf nach festem Plan
Bechtolsheim trennte sich von 267.892 Aktien, die er in mehreren Tranchen zu Preisen zwischen 167,51 und 174,14 Dollar abgab. Der Verkauf lief über einen Handelsplan nach Rule 10b5-1, den er bereits am 20. Februar 2026 aufgesetzt hatte. Solche Pläne legen Zeitpunkt und Umfang im Voraus fest. Der Verkauf war also nicht von den jüngsten Kursbewegungen oder den Zahlen abhängig.
Gemessen an seinem Bestand ist die Summe klein. Über einen Familien-Trust hält Bechtolsheim weiterhin rund 180 Millionen Aktien indirekt.
Die Aktie hatte zuvor binnen einer Woche etwa neun Prozent verloren, liegt seit Jahresbeginn aber noch rund 30 Prozent im Plus. Zuletzt notierte sie bei etwa 170 Dollar, der Börsenwert beträgt rund 207 Milliarden Dollar.
Quartal mit Rekordwachstum
Fundamental lieferte Arista zuletzt ab. Der Umsatz im dritten Quartal stieg um 58,5 Prozent auf 3,66 Milliarden Dollar, das ist das stärkste Wachstum seit dem Börsengang. Die Prognose von rund 3,3 Milliarden Dollar übertraf das Unternehmen deutlich. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,20 Dollar, Analysten hatten mit etwa 1,08 Dollar gerechnet.
Die bereinigte operative Marge erreichte 49,1 Prozent. Nach der Vorlage legte die Aktie nachbörslich spürbar zu.
Für das vierte Quartal peilt das Management einen Umsatz von 3,9 bis 4,0 Milliarden Dollar an. Die bereinigte operative Marge soll bei 48 bis 49 Prozent liegen, der Gewinn je Aktie bei 1,26 bis 1,30 Dollar. Das Jahresziel für den Umsatz hob Arista auf 13,3 Milliarden Dollar an.
Treiber: KI-Netzwerke
Die Nachfrage kommt vor allem aus KI-Rechenzentren. Gemeinsam mit AMD, Arm, Broadcom, Meta, Microsoft und Qualcomm brachte Arista offene Rack-Architekturen auf Ethernet-Basis auf den Markt. Das Etherlink-SU-144-Design bindet bis zu 144 Beschleuniger pro Rack an. Im September nahm der Index S&P 100 das Unternehmen auf.
Für den Kurs zählt nun, ob die Prognose für das vierte Quartal mit mindestens 3,9 Milliarden Dollar Umsatz erreicht wird. Der Bericht zum Schlussquartal wird dies zeigen.
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