Arista Networks Aktie: KI-Wachstum mit Hindernissen
Arista Networks erwartet erst ab 2026/27 spürbares KI-Wachstum, kämpft aktuell aber mit stark gestiegenen Speicherchip-Kosten, die die Profitabilität belasten.

- Netzwerkausrüster profitiert zeitverzögert von KI-Investitionen
- Speicherchip-Knappheit drückt aktuell die Bruttomargen
- Selektive Preiserhöhungen für speicherintensive Produkte geplant
- Aktie notiert deutlich unter 52-Wochen-Hoch
Arista Networks gilt als einer der wichtigsten Architekten hinter der globalen KI-Infrastruktur. Doch während Tech-Giganten Milliarden in neue Rechenzentren investieren, zeigt sich im Networking-Sektor eine typische zeitliche Verzögerung. Das Management bereitet die Investoren nun auf ein Übergangsjahr vor, in dem vor allem steigende Hardware-Kosten die Bilanz fordern.
Networking folgt der Rechenleistung
Das Unternehmen profitiert massiv vom Trend zu „AI-first“-Architekturen. Allerdings fließen die Investitionen der großen Cloud-Anbieter, der sogenannten Hyperscaler, nicht sofort in die Kassen der Netzwerkausrüster. Üblicherweise werden zuerst die Gebäude errichtet und die teuren Grafikprozessoren (GPUs) beschafft, bevor die notwendige Netzwerktechnik installiert wird.
Arista rechnet daher erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 und im Jahr 2027 mit einer spürbaren Beschleunigung des Umsatzwachstums. Dabei setzt das Unternehmen verstärkt auf ein offenes Ökosystem und ultra-schnelle Switching-Lösungen, um sich gegenüber dem Wettbewerb zu behaupten. Neben den etablierten Cloud-Größen rücken dabei zunehmend neue Anbieter, die sogenannten „Neocloud“-Operatoren, in den Fokus der Wachstumsstrategie.
Margendruck durch teure Komponenten
Ein unerwarteter Bremsklotz für die Profitabilität sind derzeit die Kosten für Speicherchips. Diese haben sich im Jahr 2026 drastisch verteuert und sind aufgrund von Knappheit exponentiell gestiegen. Während Arista diese Mehrbelastungen im vergangenen Jahr noch weitgehend intern auffangen konnte, zwingt die aktuelle Marktlage das Unternehmen zum Handeln.
Wird es Arista gelingen, diese Kosten an die Kunden weiterzugeben, ohne die Marktanteile zu gefährden? Um die Bruttomargen stabil zu halten, plant das Management nun selektive Preiserhöhungen für besonders speicherintensive Produkte. Die Aktie spiegelt diese Herausforderungen wider und pendelt derzeit um die Marke von 112,58 Euro. Damit notiert das Papier aktuell rund 21 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 143,58 Euro, das im Oktober 2025 erreicht wurde.
Am Dienstag, den 5. Mai 2026, wird Arista die Ergebnisse des ersten Quartals präsentieren. Dieser Termin dürfte Aufschluss darüber geben, wie effektiv die angekündigten Preisanpassungen gegriffen haben und ob der erwartete Aufschwung für das kommende Jahr bereits erste Konturen annimmt.
- Schlusskurs Freitag: 112,58 €
- Change 30 Tage: -2,76%
- Seit Jahresanfang (YTD): -1,26%
- Change 12 Monate: 27,18%
- 52-Wochen-Hoch: 143,58 € (29.10.2025)
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch: -21,59%
- 52-Wochen-Tief: 58,81 € (04.04.2025)
- Abstand zum 52-Wochen-Tief: 91,43%
- 50-Tage-Durchschnitt: 113,21 €
- Abstand zum 50-Tage-Durchschnitt: -0,56%
- 100-Tage-Durchschnitt: 115,79 €
- 200-Tage-Durchschnitt: 109,66 €
- Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt: 2,66%
- RSI (14 Tage): 64,4
- Volatilität (30 Tage, annualisiert): 54,12%
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