Ariston: 289 Millionen für Riello-Übernahme
Ariston schließt Übernahme von Riello für 289 Mio. Euro ab und bestätigt Jahresziele bei Umsatz und Marge.

- Riello-Übernahme für 289 Millionen Euro
- Umsatzwachstum von ein bis vier Prozent erwartet
- Neues Werk in Albacina geplant
- Aktie notiert nahe Jahrestief
Ariston Holding steht vor einem entscheidenden Sprung. Die Übernahme der Riello Group für 289 Millionen Euro biegt auf die Zielgerade ein. Der Zukauf soll die Marktstellung in Italien festigen und den Zugang zum nordamerikanischen Markt ebnen.
Expansion und stabile Prognosen
Der Heiztechnik-Spezialist übernimmt Riello von der Carrier Global Corporation. Der Abschluss der Transaktion ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant. Parallel dazu bestätigte das Management die Ziele für das laufende Geschäftsjahr.
Der Vorstand rechnet mit einem organischen Umsatzplus zwischen einem und vier Prozent. Die bereinigte EBIT-Marge soll bei sieben bis acht Prozent liegen. Im ersten Quartal 2026 erwirtschaftete Ariston einen Umsatz von 656 Millionen Euro.
Während das Geschäft in Europa durch die Nachfrage nach Wärmepumpen wuchs, belasteten geopolitische Spannungen die Region Asien-Pazifik. In Amerika verzeichnete das Unternehmen hingegen Rückgänge.
Investitionen in Milliardenhöhe
Ariston investiert massiv in die eigene Zukunft. Ein 500 Millionen Euro schwerer Investitionsplan für Italien bildet das Fundament. Teil dieser Strategie ist ein neues Werk in Albacina.
Dort entstehen künftig elektrische Warmwasserbereiter der nächsten Generation. Das Unternehmen setzt dabei auf modernste Fertigungsmethoden. Ein digitales Ökosystem, entwickelt mit Accenture und NVIDIA-Technologie, soll die Produktion steuern.
An der Börse reagierten Anleger zuletzt verhalten. Die Aktie notiert aktuell bei 3,24 Euro. Zwar legte der Kurs heute um knapp zwei Prozent zu, auf Sicht von 30 Tagen steht jedoch ein Minus von über 13 Prozent.
Das Papier notiert damit nur knapp über seinem Jahrestief von 3,10 Euro. Die Integration von Riello wird nun zur Bewährungsprobe für die operative Marge. Bis Ende Juni 2026 muss der Konzern zeigen, ob die Synergien die hohen Investitionskosten rechtfertigen.
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