Arm Aktie: Lizenzeinnahmen auf 715 Millionen Dollar

Chip-Designer Arm übertrifft Erwartungen mit starkem KI-Wachstum und Rekord-Lizenzeinnahmen.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzplus von 22 Prozent
  • Rekord bei Lizenzeinnahmen
  • KI-Rechenzentren als Wachstumstreiber
  • Server-Pipeline auf zwei Milliarden Dollar

Arm meldet sich mit Rekordzahlen zurück. Nach einem Kursrückgang von fast 24 Prozent im letzten Monat lieferte der Chip-Designer am Freitag starke Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal. Die Zahlen belegen einen massiven Wandel im Geschäftsbereich für Künstliche Intelligenz.

Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 22 Prozent auf 1,29 Milliarden US-Dollar. Arm übertraf damit die eigenen Prognosen und die Erwartungen der Analysten. Vor allem das Segment der Rechenzentren erwies sich als Wachstumstreiber.

Die Lizenzeinnahmen erreichten einen Rekordwert von 715 Millionen US-Dollar. Im Bereich der Rechenzentren verdoppelten sich die Erträge im Vergleich zum Vorjahr. Cloud-Anbieter setzen verstärkt auf Arm-Architekturen, da diese beim Betrieb von KI-Systemen deutlich weniger Strom verbrauchen.

Dynamik im Smartphone-Markt

Im Mobilsektor zeigt sich derweil ein gemischtes Bild. Steigende Preise für Speicherbausteine belasten die Nachfrage bei Mittelklasse-Handys. Arm fängt diesen Effekt allerdings erfolgreich auf. Die modernere Architektur-Generation v9 bringt dem Konzern deutlich höhere Lizenzgebühren pro verkauftem Chip ein.

Parallel dazu wächst die Pipeline für die erste hauseigene Server-Einheit namens AGI CPU rasant. Das Management beziffert das Potenzial für die kommenden zwei Geschäftsjahre auf über zwei Milliarden US-Dollar. Das entspricht einer Verdopplung gegenüber der vorherigen Schätzung.

Für das laufende Quartal bleibt der Vorstand optimistisch. Er erwartet einen Umsatz von bis zu 1,43 Milliarden US-Dollar. Die Aktie beendete den Handel bei 226,00 Euro. Damit liegt das Papier wieder über seinem 100-Tage-Durchschnitt von rund 221 Euro.

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