Aroundtown Aktie: Nettogewinn fällt auf 218 Millionen

Aroundtown hält im ersten Halbjahr 2026 das operative Niveau, verzeichnet jedoch einen niedrigeren Nettogewinn und bestätigt die Jahresprognose.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz leicht über Vorjahresniveau
  • Netto-Mieten und EBITDA weitgehend stabil
  • FFO I sinkt, FFO II steigt
  • Aktie nahe dem 52-Wochen-Tief

Der Immobilienkonzern Aroundtown hat am gestrigen Mittwoch seine Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt. Während das operative Geschäft weitgehend stabil blieb, musste das Unternehmen unter dem Strich einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen. Trotz der herausfordernden Marktlage bekräftigte die Konzernführung ihre Prognose für das Gesamtjahr und signalisiert damit operative Beständigkeit.

Stabile Mieteinnahmen und operatives Ergebnis

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres erwirtschaftete Aroundtown einen Umsatz von 761,7 Millionen Euro, was einem leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von 758,4 Millionen Euro entspricht. Allein auf das zweite Quartal entfielen davon 382 Millionen Euro. Die für Immobilienunternehmen maßgeblichen Netto-Mieteinnahmen lagen mit 591 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) blieb mit 500 Millionen Euro ebenfalls stabil. Bei den Funds from Operations I (FFO I), einer zentralen Kennzahl für die operative Ertragskraft, verzeichnete der Konzern hingegen einen Rückgang auf 144 Millionen Euro nach 150 Millionen Euro im Vorjahr. Demgegenüber stieg der FFO II, der auch Erlöse aus Immobilienverkäufen berücksichtigt, um 34 Prozent auf 268 Millionen Euro an.

Gewinnrückgang und Branchenumfeld

Der Nettogewinn des Konzerns belief sich im ersten Halbjahr auf 218 Millionen Euro. Dies markiert einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in dem noch ein Ergebnis von 453,4 Millionen Euro erzielt worden war. Im zweiten Quartal lag der Gewinn bei rund 99 Millionen Euro gegenüber 183,8 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Aroundtown steht mit diesem Druck auf das Nettoergebnis in der Branche nicht allein.

Wettbewerber wie CA Immo rutschten im selben Zeitraum sogar in die Verlustzone und meldeten für das erste Halbjahr einen Nettoverlust von 1,4 Millionen Euro. Auch andere Marktteilnehmer wie die Adler Group oder CLS Holdings kämpfen mit den Auswirkungen der Zinswende und notwendigen Portfolioanpassungen. Im Vergleich dazu zeigt sich die Ertragslage von Aroundtown weiterhin robust, was auch durch die Bestätigung der Jahresziele unterstrichen wird.

Analysten halten an Kurszielen fest

Die Analysten von Berenberg bewerten die Aktie in einer aktuellen Einschätzung weiterhin mit „Hold“. Das Kursziel wird dabei unverändert auf 4 Euro taxiert, was deutlich über dem aktuellen Bewertungsniveau liegt. Das Papier notiert derzeit bei 2,02 Euro und verlor am heutigen Donnerstag 2,0 Prozent an Wert.

Damit bewegt sich der Kurs nur knapp über seinem 52-Wochen-Tief von 1,99 Euro, das erst am gestrigen Mittwoch markiert wurde. Die Aktie steht bereits seit längerer Zeit unter Druck und hat seit einer Bestätigung der Liquiditätslage vor rund zwei Wochen weitere 6,6 Prozent eingebüßt. Anleger reagieren somit weiterhin zurückhaltend auf die Stabilisierungszeichen im operativen Geschäft.

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