Artea Bankas AB Aktie: Prognose-Schere?

Für 2026 rechnet Artea Bankas mit weniger bereinigtem Nettogewinn, während die Ziele für Kredite und Einlagen steigen.

Die Kernpunkte:
  • Gewinnprognose auf 51 bis 54 Millionen Euro gesenkt
  • Kreditbuch- und Einlagenziele angehoben
  • Neunmonatsgewinn um 42 Prozent zurückgegangen
  • Eglė Eidimtaitė neu im Aufsichtsrat

Artea Bankas hat am 28. Oktober ihre Prognose für den bereinigten Nettogewinn 2026 gesenkt. Die Bank erwartet jetzt 51–54 Mio. € statt zuvor 73 Mio. €. Gleichzeitig erhöhte sie ihre Wachstumsziele für das Kreditbuch und die Einlagen.

Die Aktie fällt heute um 2,6%. Die Bank hatte den Rückgang ihres Neunmonatsgewinns mit zusätzlichen Wertminderungsrückstellungen und Kosten der laufenden Restrukturierung begründet.

Rückstellungen und Restrukturierung belasten den Gewinn

Für die ersten neun Monate 2026 meldete die Gruppe einen ungeprüften Nettogewinn von 27,9 Mio. €. Das entspricht einem Rückgang von 42 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Auch vor Wertminderungen und Ertragsteuern fiel das Ergebnis schwächer aus: Der operative Gewinn erreichte 54,6 Mio. € und lag damit 13 % unter dem Vorjahreswert. Die Belastungen durch zusätzliche Rückstellungen und den Umbau trafen auf eine wachsende Kreditvergabe und steigende Kundeneinlagen.

Die Eigenkapitalrendite sank im Neunmonatszeitraum auf 6,2 %, nachdem sie im Vergleichszeitraum 11,1 % betragen hatte. Für das Gesamtjahr nahm Artea auch die Prognose der bereinigten Eigenkapitalrendite zurück: Statt 12,0 % erwartet die Bank jetzt 8,6 %.

Personeller Wechsel im Aufsichtsrat

Die Ergebnisse für die ersten neun Monate stellte Artea Bankas am 28. Oktober in einem Webinar für Investoren vor. Die Aufzeichnung der Veranstaltung wurde anschließend veröffentlicht.

Daneben meldete die Bank einen Wechsel im Aufsichtsrat. Eglė Eidimtaitė trat dem Gremium bei, nachdem die Europäische Zentralbank keinen Einwand gegen ihre Bestellung erhoben hatte. Sie löste Mindaugas Raila ab.

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