Asm Pacific Aktie: Vier Prozent Preiserhöhung
ASMPT profitiert vom KI-Boom und verlangt erstmals seit Jahrzehnten höhere Preise. Die Aktie legte 2026 bereits um 158 Prozent zu.

- Erste Preiserhöhungen seit Jahrzehnten
- TCB-Anlagen für KI-Beschleuniger gefragt
- Aktienkurs stieg 2026 um 158 Prozent
- Fokus auf Verpackungstechnologien verstärkt
Das eiserne Gesetz der Halbleiterbranche wankt. Jahrelang mussten Zulieferer ihre Preise senken. Der massive KI-Boom hebelt diese Logik nun aus.
ASMPT fordert erstmals seit Jahrzehnten Preiserhöhungen von bis zu vier Prozent. Das Unternehmen profitiert von seiner Dominanz bei spezialisierten Bonding-Technologien.
TCB-Anlagen als Renditebringer
Im Zentrum stehen TCB-Anlagen für KI-Beschleuniger. Da sich der Wechsel auf die nächste Technologiegeneration verzögert, bleiben die aktuellen ASMPT-Lösungen länger gefragt. Diese Marktsituation sichert dem Konzern hohe Margen.
Die Börse feiert diese Entwicklung. Seit Jahresbeginn kletterte der Kurs um fast 158 Prozent. Mit 23,44 Euro notiert die Aktie aktuell nur hauchdünn unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Trotz der Rally wirkt das Papier technisch nicht überhitzt. Der Relative-Stärke-Index liegt mit 64,2 noch unter der kritischen Marke. Der Kurs verläuft derzeit rund 23 Prozent über seinem 50-Tage-Schnitt.
Fokus auf das Kerngeschäft
Das Management schärft parallel dazu das Profil. Der Verkauf der NEXX-Sparte brachte 120 Millionen US-Dollar ein. ASMPT konzentriert sich nun voll auf das lukrative Geschäft mit Verpackungstechnologien.
Der Markt wandelt sich. Neben dem Training von KI-Modellen rückt die Anwendung in Rechenzentren in den Fokus. ASMPT konnte hier bereits mehrere Folgeaufträge für Photonik-Komponenten sichern.
Im Juli 2026 veröffentlicht der Konzern neue Quartalszahlen. Die Bilanz wird dann belegen, wie stark die Preiserhöhungen die operativen Margen stützen. Bis dahin bleibt der Hochlauf der HBM4-Produktion der zentrale Treiber für die Bewertung.
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