ASML: 1,1 Milliarden Euro für Rückkäufe

ASML kauft weiter eigene Aktien zurück, während High-NA-Systeme bei vier Kunden laufen. China-Risiken und Kursschwankungen bleiben bestehen.

Die Kernpunkte:
  • Rückkäufe an fünf Handelstagen fortgesetzt
  • High-NA-Systeme bei vier Kunden eingesetzt
  • Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie
  • China-Anteil am Umsatz soll sinken

ASML hat in der vergangenen Woche sein laufendes Aktienrückkaufprogramm konsequent fortgeführt. Zwischen dem 24. und 28. August erwarb der niederländische Lithografiespezialist an fünf Handelstagen jeweils rund 46.000 bis gut 52.000 eigene Aktien zu Durchschnittspreisen zwischen 1.487 und 1.507 Euro.

Das Programm läuft bereits seit Ende Januar und ist Teil eines mehrjährig angelegten Rückkaufvorhabens für die Jahre 2026 bis 2028, in dessen Rahmen ASML im zweiten Quartal bereits Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro erworben hatte.

Der Kurs des Unternehmens notierte am Mittwoch bei 1.454,20 Euro, ein Plus von 1,3 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit liegt die Aktie weiterhin unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 1.531,09 Euro, was auf eine gewisse Konsolidierung nach den kräftigen Kursgewinnen der vergangenen zwölf Monate hindeutet.

Fortschritte bei der High-NA-Technologie

Parallel zum Kapitalmanagement kommt ASML bei der Vermarktung seiner neuesten Chip-Belichtungstechnologie voran. Nach Angaben aus der Branche sind High-NA-EUV-Systeme mittlerweile bei vier großen Kunden im Einsatz, darunter Intel, SK hynix und Samsung.

SK hynix hatte bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 das erste High-NA-EUV-System für die Entwicklung der Massenproduktion in seiner M16-Fabrik installiert. Samsung wiederum visiert die Technologie für seinen 1-Nanometer-Logikprozess an, dessen Massenproduktion für etwa 2030 erwartet wird.

Bereits im Juli hatte ASML mitgeteilt, dass Intel Foundry mit einem Teil seiner Core-Ultra-Series-3-Prozessoren der Panther-Lake-Generation in die Serienfertigung mit der EXE-High-NA-EUV-Technologie eingestiegen ist.

Bestimmte Fertigungsschichten des Intel-18A-Prozesses sind demnach im Werk in Oregon nun sowohl auf der neuen High-NA- als auch auf der bewährten NXE-Plattform qualifiziert, bei vergleichbaren Ausbeuten. Diese breite Kundenbasis unterstreicht, dass sich die milliardenschwere Investition in die neue Belichtungsgeneration allmählich in konkreten Fertigungsaufträgen niederschlägt.

Dividende und Ausblick

Neben dem Rückkauf zahlt ASML seinen Aktionären eine Zwischendividende von 1,88 Euro je Aktie aus, fällig am 5. August. Die Kombination aus Dividende und Rückkaufprogramm signalisiert Zuversicht des Managements in die eigene Ertragskraft, auch wenn regulatorische Risiken bestehen bleiben: Der in den USA vorgeschlagene MATCH Act, der DUV-Exporte nach China weiter einschränken könnte, ist bislang nicht verabschiedet.

ASML hat in seiner Prognose bereits eine Reduktion des China-Anteils am Umsatz auf rund 20 Prozent im laufenden Jahr eingepreist, nach 33 Prozent im Vorjahr.

Für Anleger bleibt damit ein zweigeteiltes Bild: Operativ und technologisch liefert ASML weiter ab, das Rückkaufprogramm stützt die Aktie fundamental. Gleichzeitig bewegt sich der Kurs mit einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 41 Prozent in unruhigem Fahrwasser, während geopolitische Unsicherheiten rund um den China-Handel als Belastungsfaktor im Hintergrund bestehen bleiben.

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