ASML: 4,6 Milliarden aus Apple-Intel-Deal

Eine mögliche Apple-Intel-Kooperation könnte ASML Milliardenaufträge bescheren und die schwächelnde TSMC-Nachfrage ausgleichen.

Die Kernpunkte:
  • Apple-Intel-Allianz als Wachstumschance
  • TSMC verschiebt High-NA-EUV-Einsatz
  • ASML erwartet 36-40 Mrd. Euro Umsatz
  • Aktienrückkauf und Stellenabbau laufen

Ein möglicher Milliardendeal zwischen Apple und Intel könnte ASML zum größten Gewinner machen. Während der Chip-Riese TSMC bei der nächsten Gerätegeneration auf die Bremse tritt, könnte Intel den Niederländern einen Auftragsschub bescheren.

Apple und Intel als neuer Wachstumstreiber

Bank of America schätzt, dass eine Kooperation zwischen Apple und Intel für iPhone-Prozessoren und Hochleistungschips bis zu 15 zusätzliche EUV-Systeme erfordern könnte. Der Auftragswert läge bei rund 4,6 Milliarden Euro. Intel will damit seine 18A- und 14A-Prozesstechnologien skalieren und Apple eine Alternative zur fast vollständigen Abhängigkeit von TSMC bieten.

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Das Fundament dafür ist ein vorläufiges Abkommen zwischen Apple und Intel im Volumen von rund 10 Milliarden Dollar. Noch ist nichts unterschrieben. Aber allein die Aussicht auf diesen Deal verändert die Auftragsrechnung für ASML erheblich.

TSMC bremst, Intel gibt Gas

TSMC hat den Einsatz der nächsten EUV-Generation auf mindestens 2029 verschoben. Der Konzern setzt stattdessen auf seine bestehenden Low-NA-EUV-Systeme für die kommenden A14- und A13-Knoten. Für ASML bedeutet das weniger Nachfrage nach den rund 400 Millionen Euro teuren High-NA-Maschinen.

Die Lücke füllen Intel, Samsung und andere Foundries. ASML plant, 2026 mindestens 60 Low-NA-EUV-Systeme auszuliefern und die Zahl bis 2027 auf 80 zu steigern. Die Produktmischung verschiebt sich— der Gesamtumsatz bleibt trotzdem auf Kurs.

Starke Prognose, gedämpfte Stimmung

ASML erwartet für 2026 einen Nettoumsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Der Auftragsbestand lag zu Jahresbeginn bei 38,8 Milliarden Euro. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 1.600 Euro angehoben und begründet das mit dem KI-getriebenen Wachstum und ASMLs unverzichtbarer Rolle im Halbleitersektor. UBS und Citi liegen mit ihren Zielen ebenfalls in der Spanne von 1.600 bis 1.700 Euro.

Der Kurs selbst zeigt ein gemischtes Bild. Mit 1.295 Euro liegt die Aktie rund fünf Prozent unter dem Mitte Mai erreichten 52-Wochen-Hoch. Auf Jahressicht hat sie sich allerdings fast verdoppelt.

Intern läuft ein Umbau: ASML baut rund 1.700 Managementstellen ab und hat sich mit Gewerkschaften auf einen Sozialplan geeinigt. Das Aktienrückkaufprogramm läuft weiter— allein Mitte April kaufte der Konzern Aktien im Wert von über 84 Millionen Euro zurück.

Der nächste Prüfstein ist die offizielle Bestätigung des Apple-Intel-Abkommens. Sobald daraus konkrete Bestellungen werden, dürfte sich das direkt im ASML-Auftragseingang niederschlagen.

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