ASML: 7,8 Milliarden von SK Hynix
SK Hynix bestellt EUV-Systeme für rund 7,8 Milliarden Dollar bei ASML. Der Auftrag sichert dem Chipausrüster Umsätze bis 2027.

- Rekordbestellung über 24 EUV-Scanner
- Lieferung bis Dezember 2027 geplant
- Stärkung der Monopolstellung von ASML
- Aktienrückkaufprogramm läuft parallel
SK Hynix greift tief in die Tasche. Der südkoreanische Speicherchip-Riese will rund 11,9 Billionen Won investieren, umgerechnet etwa 7,8 Milliarden US-Dollar. Das Geld fließt komplett zu einem einzigen Lieferanten: ASML.
Der niederländische Ausrüster ist der einzige Hersteller von EUV-Lithografie-Systemen weltweit. Diese Maschinen ätzen die feinsten Schaltkreismuster in moderne Halbleiter — ohne sie läuft in der Chipfertigung nichts. SK Hynix braucht sie dringend für die nächste Generation von Speicherprodukten wie High-Bandwidth Memory und fortschrittlichem DRAM.
Der Deal im Detail
Die Order taucht in Unterlagen zum bevorstehenden Nasdaq-Börsengang von SK Hynix auf. Der Handelsstart ist für den 10. Juli 2026 angesetzt. Nach aktuellen Marktpreisen entspricht die Bestellsumme etwa 24 EUV-Scannern, die bis Dezember 2027 geliefert werden sollen.
Das Geld fließt vor allem in zwei Standorte: den Yongin Semiconductor Cluster und die M15X-Fab in Cheongju. SK Hynix sichert sich damit knappe Fertigungskapazität für Jahre im Voraus. Der Konzern will seinen Vorsprung gegenüber Samsung und Micron halten — besonders im boomenden Markt für KI-Beschleuniger.
Für ASML bedeutet der Auftrag verlässliche Umsätze bis weit ins Jahr 2027 hinein. Zudem festigt er die Monopolstellung des Konzerns im High-End-Segment der Chipausrüstung. Kein anderer Anbieter kann derzeit vergleichbare Systeme liefern.
Kurs unter Druck trotz starker Nachricht
An der Börse zeigt sich davon wenig. ASML-Aktien schlossen am Dienstag bei 1.528,60 Euro — ein Minus von knapp sechs Prozent innerhalb einer Woche. Auf Monatssicht steht dagegen nur eine minimale Bewegung von rund einem Prozent zu Buche.
Der Blick auf die längere Frist zeigt ein anderes Bild. Seit Jahresbeginn hat die Aktie über 54 Prozent zugelegt, binnen zwölf Monaten sogar 125 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.748 Euro, erreicht am 30. Juni, trennen den Titel aktuell rund 12,5 Prozent.
Die technischen Indikatoren zeichnen ein gemischtes Bild. Der Kurs notiert weiterhin klar über dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.455,62 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.155,56 Euro. Der 14-Tage-RSI liegt bei 48 — ein neutraler Wert nach der jüngsten Marktvolatilität. Mit einer annualisierten 30-Tage-Schwankungsbreite von über 64 Prozent bleibt die Aktie allerdings ein nervöses Papier.
Aktienrückkauf läuft weiter
Parallel zum Neugeschäft treibt ASML sein Kapitalrückgabeprogramm voran. Das am 28. Januar 2026 gestartete Rückkaufprogramm erlaubt Käufe eigener Aktien bis zu zwölf Milliarden Euro, verteilt über die Jahre bis 2028. Das Management signalisiert damit Vertrauen in die eigene Cashflow-Stärke.
Der nächste wichtige Termin steht bereits fest. Am 15. Juli 2026 veröffentlicht ASML die Zahlen zum zweiten Quartal. Investoren richten den Blick dabei besonders auf den Auftragsbestand, der zuletzt bei 38,8 Milliarden Euro lag, sowie auf mögliche Anpassungen der Kapazitätspläne für 2027 — sowohl bei Standard-EUV als auch bei den High-NA-Systemen der nächsten Generation.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 8. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




