Asml Aktie: 230 Wafer pro Stunde mit NXE:3800E
ASML steigert Wafer-Produktion seiner EUV-Anlagen und senkt Energieverbrauch. Analysten bestätigen Kursziel von 1.700 Euro.

- EUV-Systeme mit höherer Wafer-Leistung
- Energieverbrauch pro Belichtung gesunken
- Bernstein bestätigt Kaufempfehlung für Aktie
- High-NA-Technologie als nächster Wachstumstreiber
ASMLs Lithografiesysteme werden produktiver — und die Analysten bleiben überzeugt. Zwei Entwicklungen vom Dienstag zeigen, warum der niederländische Halbleiterausrüster seinen Ruf als unverzichtbares Glied in der Chiplieferkette weiter festigt.
EUV-Systeme liefern mehr Wafer pro Stunde
Auf einem Medienbriefing in Taiwan präsentierte ASML-Management aktuelle Leistungsdaten seiner EUV-Plattformen. Das Flaggschiff-System TWINSCAN NXE:3800E schafft jetzt 230 Wafer pro Stunde. Zuvor lag die Kapazität bei 220. Das klingt nach einem kleinen Schritt — ist aber Teil eines größeren Plans: Bis 2030 will ASML den Wafer-Ausstoß um 50 Prozent steigern.
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Parallel dazu sinkt der Energieverbrauch. Seit 2018 hat ASML den Energiebedarf pro Wafer-Belichtung bei EUV-Anlagen um 57 Prozent gesenkt. Taiwan-Generaldirektorin Grace Wang betonte, Kunden könnten dadurch nicht nur Energie sparen, sondern auch Belichtungszeiten verkürzen.
Bernstein bleibt bei Kursziel 1.700 Euro
Analyst Qingyuan Lin von Bernstein bestätigte am Montag seine Kaufempfehlung für die ASML-Aktie. Das Kursziel liegt unverändert bei 1.700 Euro. Als zentralen Treiber nennt Bernstein die anhaltende KI-Nachfrage, die den Bedarf nach modernsten Chipfertigungsanlagen weiter antreibt.
ASMLs Taiwan-Geschäft unterstreicht die strategische Bedeutung der Region. Die dortigen Aktivitäten erwirtschaften rund 8,3 Milliarden Euro jährlich — etwa 25,5 Prozent des weltweiten Konzernumsatzes.
Jahresprognose und High-NA als nächster Schritt
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ASML einen Nettoumsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Im zweiten Quartal peilt das Unternehmen 8,4 bis 9,0 Milliarden Euro Umsatz an.
Den nächsten Wachstumsschub soll die High-NA-EUV-Technologie liefern. ASML erwartet, in den kommenden Monaten erste Logik- und Speicherchips auszuliefern, die mit diesen Systemen gefertigt wurden. Damit erschließt sich das Unternehmen neue Abnehmer — vor allem Betreiber von KI-Rechenzentren und Hyperscaler, die auf die leistungsfähigsten Chips angewiesen sind.
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