ASML Aktie: 38,8 Milliarden im Auftragsbestand
ASML veröffentlicht am 15. Juli die Q2-Zahlen. Analysten achten besonders auf Auftragseingang und EUV-Lieferungen als Indikatoren für den KI-Boom.

- Quartalsbericht am 15. Juli erwartet
- Auftragsbestand als wichtiger Stimmungsindikator
- Steigende EUV-Lieferungen an Speicherchip-Hersteller
- Ausblick auf High-NA-EUV-Rollout ab 2027
Am Mittwoch, dem 15. Juli, öffnet ASML die Bücher für das zweite Quartal 2026. Anleger richten den Blick dabei weniger auf den nackten Umsatz als auf zwei Details: den Auftragsbestand und den Anteil neuer Lithografie-Systeme an den Auslieferungen. Beide Kennzahlen gelten als Fieberthermometer für die Frage, wie lange der aktuelle KI-Boom in der Chipbranche noch trägt.
Der Konzern hatte seine Umsatzprognose für 2026 zuletzt angehoben. Der Bericht am Mittwoch soll nun zeigen, wie stark Speicherchip-Hersteller den Umstieg auf modernste Lithografietechnik vorantreiben.
Kurs unter Druck, Bewertung bleibt hoch
Am Freitag schloss die ASML-Aktie bei 1.574,20 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier 1,39 Prozent, auf Monatssicht 2,51 Prozent. Der langfristige Trend bleibt trotzdem intakt: Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 59,28 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 127,88 Prozent.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.748 Euro, erreicht am 30. Juni, ist die Aktie knapp zehn Prozent entfernt. Zum 52-Wochen-Tief bei 593,60 Euro vom 6. August 2025 klafft dagegen eine Lücke von 165 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 1.477,77 Euro — der aktuelle Kurs notiert gut sechs Prozent darüber. Mit einem RSI von 51,1 zeigt der Kurs weder Überkauft- noch Überverkauft-Signale.
Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 605 Milliarden Euro. Bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von 64,27 Prozent bleiben scharfe Kursausschläge um den Zahlentermin wahrscheinlich.
Lieferzahlen als Signal für den Zyklus
Analysten erwarten für das zweite Quartal einen Gewinn je Aktie von etwa 7,98 US-Dollar. Der Umsatz soll innerhalb der Unternehmensprognose von 8,4 bis 9,0 Milliarden Euro liegen. Getragen wird diese Erwartung von einem kräftigen Anstieg der EUV-Lieferungen.
ASML plant für 2026 mehr als 60 EUV-Systeme auszuliefern. Im Jahr 2025 waren es 48. Treiber dieser Entwicklung sind Speicherchip-Hersteller wie SK Hynix und Samsung, die ihre Kapazitäten für High-Bandwidth-Memory und moderne DRAM-Chips ausbauen. Diese Bauteile bilden das Rückgrat für KI-Rechenzentren. SK Hynix allein will in den kommenden zwei Jahren 20 EUV-Systeme der Low-NA-Klasse speziell für die HBM-Fertigung installieren.
Der Blick geht schon Richtung 2027
Für die kommenden Quartalsberichte gewinnt ein anderes Thema an Gewicht: der Rollout der High-NA-EUV-Maschinen. Jedes dieser Geräte kostet rund 380 Millionen US-Dollar. Analysten haben ihre Gewinnschätzung für 2027 deutlich angehoben — von zuvor 36,46 auf jetzt 49,46 US-Dollar je Aktie.
Bis 2027 will ASML die Kapazität für 80 ausgelieferte EUV-Systeme pro Jahr aufbauen. Das Management betont wiederholt, man wolle im globalen KI-Ausbau Ermöglicher bleiben, kein Flaschenhals. Für das Gesamtjahr 2026 hält der Konzern an seiner Umsatzprognose von 36 bis 40 Milliarden Euro fest.
Der Bericht am 15. Juli dürfte vor allem auf den Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro schauen lassen. Bestätigt sich hier eine weitere Verschiebung hin zu Speicherchip-Aufträgen, liefert das ein handfestes Argument für die optimistischen Schätzungen bis 2027 und 2028.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 13. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




