ASML Aktie: Allzeithoch

Morgan Stanley hebt das Kursziel für ASML um 40 Prozent an und erwartet für 2027 ein starkes Gewinnwachstum, getrieben durch hohe Chip-Investitionen von Kunden wie TSMC.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von Morgan Stanley auf 1.400 Euro erhöht
  • Starke Investitionen von TSMC und Samsung als Treiber
  • Erwartung von 57 Prozent Gewinnwachstum für 2027
  • Aktie erreicht 500-Milliarden-Dollar-Marktkapitalisierung

Morgan Stanley hat das Kursziel für den niederländischen Halbleiter-Ausrüster ASML massiv angehoben – um satte 40 Prozent auf 1.400 Euro. Der Grund: Die Analysten erwarten für 2027 ein beschleunigtes Gewinnwachstum, getrieben durch deutlich höhere Investitionen der Chipfertiger. Die Aktie legte seit Jahresbeginn bereits rund 25 Prozent zu und knackte kürzlich die 500-Milliarden-Dollar-Marke beim Börsenwert.

Analystenhäuser drehen auf

Analyst Lee Simpson von Morgan Stanley setzt ASML als “Top Pick” und begründet seine Zuversicht mit steigenden Investitionen in Foundry- und Speicherchip-Kapazitäten sowie einer besser als befürchteten China-Nachfrage. Für das Geschäftsjahr 2027 prognostiziert die Bank Umsätze von etwa 46,8 Milliarden Euro und einen Gewinn je Aktie von rund 45,70 Euro – was einem Anstieg von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche.

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Im Bullenszenario hält Morgan Stanley sogar 2.000 Euro für möglich. Simpson rechnet damit, dass die Auftragseingänge in den kommenden zwei bis drei Quartalen die positive Entwicklung bestätigen werden. Allein für 2027 sieht er Spielraum für 80 EUV-Systeme, gestützt durch die Investitionspläne von Großkunden wie TSMC, Intel und Samsung.

Auch andere Banken zeigen sich optimistisch. Bank of America verwies auf TSMCs Investitionsbudget, das die Erwartungen deutlich übertroffen habe. JPMorgan hob hervor, dass Samsung seine Bestellungen voraussichtlich am stärksten ausweiten werde.

TSMC als Kurstreiber

Der jüngste Kurssprung hat einen konkreten Auslöser: TSMC, wichtigster Kunde von ASML, kündigte für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar an – bis zu 21 Prozent mehr als von Analysten erwartet. Diese Ankündigung ließ die ASML-Aktie Mitte Januar an einem einzigen Tag um bis zu 7,6 Prozent nach oben schnellen.

“Der Markt hat erneut unterschätzt, wie groß die Nachfrage nach KI ist und wie schnell die Umsetzung voranschreitet”, erklärte Han Dieperink, Investmentchef bei Aureus. Citi-Analysten sehen in TSMCs Plänen einen direkten Vorteil für ASML als alleinigen Anbieter modernster EUV-Lithografie-Systeme.

Hinzu kommt die Erholung im Speicherchip-Segment. Morgan Stanley erwartet hier einen starken Aufholprozess beim Kapazitätsausbau und modelliert für 2027 rund 15 Milliarden Euro Umsatz mit DUV-Systemen. Laut Counterpoint Research dürften die Speicherchip-Preise im ersten Quartal 2026 um weitere 40 bis 50 Prozent steigen.

Zahlen am 28. Januar

Die Quartalszahlen für das Schlussquartal 2025 stehen am 28. Januar an. ASML hatte zuletzt verhaltenes Wachstum für 2026 in Aussicht gestellt. Die Aufträge und die Prognose für 2027 dürften nun im Fokus stehen – vor allem die Kommentare des Managements zur Kapazitätsplanung der großen Kunden.

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