ASML Aktie: Aufbruch bestätigt
ASML-Aktie auf Rekordhoch, während Analysten widersprüchliche Kursziele von 1.020 bis 1.500 Euro nennen. Das Unternehmen setzt unterdessen sein Aktienrückkaufprogramm fort.

- Analysten bewerten ASML zwischen 1.020 und 1.500 Euro
- Unternehmen kauft eigene Aktien für 180,8 Millionen Euro zurück
- Quartalszahlen am 28. Januar 2026 erwartet
- KI-Infrastrukturwelle als zentraler Treiber diskutiert
ASML bewegt sich derzeit auf Rekordniveau – doch die Einschätzungen der Experten könnten unterschiedlicher kaum sein. Während die einen die Bewertung bereits für ausgereizt halten, sehen andere massives Potenzial durch die KI-Infrastrukturwelle. Gleichzeitig setzt das Unternehmen sein Aktienrückkaufprogramm konsequent fort.
Analysten uneins über weiteres Kurspotenzial
Gleich mehrere Investmentbanken haben heute ihre Bewertungen für den niederländischen Halbleiterausrüster aktualisiert. Jefferies hob das Kursziel deutlich von 795 Euro auf 1.020 Euro an, bleibt aber bei der neutralen Einstufung. Die Begründung: Seit September 2025 hat sich die Bewertung bereits um über 75 Prozent erhöht. Für 2026 erwarten die Analysten lediglich vier Prozent Wachstum – zu wenig, um die aktuelle Bewertung weiter zu rechtfertigen.
Rothschild Redburn sieht das anders. Die Bank erhöhte ihr Kursziel von 1.200 Euro auf 1.250 Euro und bekräftigt die Kaufempfehlung. Der Grund: Die Analysten rechnen mit deutlich höheren Auftragseingängen als der Markt. Für das vierte Quartal 2025 kalkulieren sie mit 7,05 Milliarden Euro – 13 Prozent über dem Konsens. Als möglichen Kurstreiber nennt Rothschild das TSMC Technology Symposium im April 2026, bei dem Details zur Einführung der High-NA-EUV-Technologie erwartet werden.
Noch optimistischer zeigt sich Bernstein: Die Analysten stuften die Aktie auf “Outperform” hoch und sehen ein Kursziel von 1.300 Euro. Sie sprechen von einem “perfekten Sturm” aus Memory-Investitionen und Logic-Chip-Nachfrage. Aletheia Capital verdoppelte das Kursziel sogar auf 1.500 Dollar und wechselte von Verkaufen auf Kaufen.
Rückkaufprogramm läuft planmäßig
Parallel zu den Analystendiskussionen setzt ASML seine Kapitalrückführung fort. Das Unternehmen meldete den Abschluss einer weiteren Tranche seines Aktienrückkaufprogramms im Volumen von rund 180,8 Millionen Euro. Dabei erwarb ASML 205.580 eigene Aktien zu Preisen zwischen 848,71 Euro und 900,52 Euro. Die kontinuierliche Verringerung der Aktienzahl stützt die Gewinn-je-Aktie-Kennzahlen und unterstreicht das Vertrauen des Managements in die eigene Cashflow-Stärke.
Entscheidung am 28. Januar
Am 28. Januar 2026 legt ASML seine Quartalszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob die bullischen Prognosen von Rothschild Redburn zu den Auftragseingängen zutreffen. Investoren erwarten vor allem Klarheit über die Nachhaltigkeit der Nachfrage aus dem DRAM-Segment und von Foundry-Kunden. Die technische Lage ist stark: Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und profitiert vom anhaltenden Momentum im KI-Infrastruktur-Sektor.
Die widersprüchlichen Analystenmeinungen spiegeln die zentrale Frage wider: Rechtfertigt die erwartete KI-getriebene Nachfrage die aktuelle Premium-Bewertung, oder ist der Großteil des Potenzials bereits eingepreist? Die Quartalszahlen in zwei Wochen dürften darüber Aufschluss geben.
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