ASML Aktie: Führungswechsel und Aktienrückkauf

Der Halbleiterausrüster ASML stellt mit neuer Vorstandsbesetzung, einem umfangreichen Aktienrückkauf und einer erhöhten Dividende die Weichen für die Zukunft, trotz rückläufiger Umsätze in China.

Die Kernpunkte:
  • Neuer CTO und Aufsichtsrat bei Hauptversammlung
  • Aktienrückkäufe im Wert von 125 Millionen Euro
  • Dividende steigt um 17 Prozent auf 7,50 Euro
  • Umsatzprognose zwischen 34 und 39 Milliarden Euro

ASML bereitet sich auf eine Hauptversammlung vor, die mehr ist als eine Routineveranstaltung. Mit einem neuen Chief Technology Officer im Vorstand, einem erneuerten Aufsichtsrat und einem laufenden Milliarden-Rückkaufprogramm setzt der niederländische Halbleitermaschinenhersteller klare Signale – und das kurz vor den nächsten Quartalszahlen.

Neue Gesichter im Vorstand

Auf der Hauptversammlung am 22. April 2026 in Veldhoven soll Marco Pieters als Chief Technology Officer in den Vorstand einziehen. Pieters ist kein Unbekannter: Er arbeitet seit über 25 Jahren für ASML, zuletzt als Executive Vice President für den Produktbereich Applications. Mit seiner Ernennung wächst der Vorstand auf sechs Mitglieder.

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Gleichzeitig werden CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury für weitere Amtszeiten wiederernannt. Die Kontinuität im operativen Führungsteam ist damit gesichert.

Auch der Aufsichtsrat wird neu aufgestellt. Alexander Everke scheidet nach der Hauptversammlung aus, ohne eine Wiederwahl anzustreben. Als Nachfolger nominiert der Aufsichtsrat Benjamin Loh, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von ASM International, der mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Halbleiter- und Elektronikindustrie mitbringt.

Rückkäufe und Dividende

Parallel zur Governance-Neuausrichtung läuft das Aktienrückkaufprogramm auf Hochtouren. Allein in der Woche vom 2. bis 6. März 2026 erwarb ASML rund 105.700 eigene Aktien für insgesamt knapp 125 Millionen Euro. Das Gesamtprogramm umfasst bis 2028 bis zu 12 Milliarden Euro.

Hinzu kommt eine Dividendenerhöhung: Für das Geschäftsjahr 2025 plant ASML eine Gesamtdividende von 7,50 Euro je Aktie – ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

China-Risiko und EUV-Wachstum

Das operative Umfeld bleibt zweigeteilt. Für 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Auf der Nachfrageseite stützt vor allem TSMC das Wachstum: Der taiwanesische Chipriese will mehr EUV-Systeme installieren, um seine Kapazitäten für fortschrittliche Fertigungsprozesse auszubauen. Analysten haben ihre Prognosen für 2026 und 2027 entsprechend angehoben.

Belastend wirkt hingegen der Rückgang des China-Geschäfts. Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz dürfte 2026 auf rund 20 Prozent sinken – nach einem ungewöhnlich hohen Niveau im Vorjahr, das durch Auftragsabwicklungen vor Inkrafttreten verschärfter Exportkontrollen getrieben wurde.

Bereits am 15. April – eine Woche vor der Hauptversammlung – legt ASML die Zahlen für das erste Quartal 2026 vor. Dann wird sich zeigen, wie stark das EUV-Wachstum den China-Gegenwind tatsächlich kompensieren kann.

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