ASML Aktie: Gewaltige Erwartungen

ASML stellt Quartalsergebnisse vor, die die hohe Bewertung nach der jüngsten Kursrallye rechtfertigen müssen. Der Ausblick und Auftragseingänge sind für die weitere Kursentwicklung entscheidend.

Die Kernpunkte:
  • Starke Quartalszahlen nach Analystenkonsens erwartet
  • Aktie notiert bereits mit deutlichem Jahresplus
  • Monopolstellung profitiert vom KI-Boom
  • Gemischte Analystenmeinungen vor Veröffentlichung

Alle Augen richten sich heute auf ASML, wenn der Ausrüster der Chipindustrie seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegt. Die Messlatte liegt extrem hoch: Nach einer massiven Rallye müssen die Ergebnisse nun die ambitionierten Bewertungen rechtfertigen. Angesichts der jüngsten Kursgewinne könnte jede Verfehlung bei den heutigen Zahlen oder dem Ausblick empfindliche Reaktionen auslösen.

Die Preisgestaltung der Perfektion

Die Aktie hat den breiten Markt zuletzt weit hinter sich gelassen und notiert seit Jahresbeginn bereits rund 25 Prozent im Plus. Analysten rechnen im Konsens mit einem Gewinn pro Aktie von etwa 9,01 US-Dollar, was einem Anstieg von über 23 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entsprechen würde. Auch beim Umsatz wird mit über 11 Milliarden US-Dollar ein starkes Ergebnis erwartet. Da das Papier jedoch bereits mit dem 43-fachen Gewinn bewertet wird, ist viel Optimismus in den aktuellen Kursen enthalten.

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Monopolstellung und KI-Boom

Treibende Kraft hinter der Euphorie bleibt der ungebrochene KI-Boom. Die hohe Nachfrage nach fortschrittlichen Chips spielt ASML in die Hände, da der Konzern bei den entscheidenden EUV- und High-NA-Lithografiesystemen faktisch eine Monopolstellung innehat. Experten setzen zudem darauf, dass sich der Produktmix hin zu diesen hochmodernen Systemen verschiebt, was die Gewinnmargen spürbar nach oben treiben dürfte.

Analysten mehrheitlich optimistisch

Im Vorfeld der Zahlenveröffentlichung zeigt sich ein überwiegend positives Bild bei den Banken. Bernstein bekräftigte seine „Outperform“-Einstufung mit einem Kursziel von 1.642 US-Dollar und verweist auf die Erwartung starker Auftragseingänge. Auch Evercore ISI sieht weiteres Potenzial. Barclays hingegen mahnt zur Vorsicht und behält das „Neutral“-Rating bei, was die gewisse Skepsis hinsichtlich der bereits hohen Bewertung widerspiegelt.

Entscheidend für die weitere Kursrichtung wird heute der Ausblick der Unternehmensführung sein. Investoren fokussieren sich dabei primär auf den konkreten Auftragseingang und neue Wachstumstreiber, wie die geplante Ausrüstung der neuen Chipfabrik im indischen Dholera, um die langfristige Wachstumsstory zu bestätigen.

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